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Kabinett in Schwerin berät weiteres Vorgehen in Corona-Krise

14.04.2020 - Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie sind bislang zum Großteil bis zum 19. April befristet. Was kommt danach? Damit befasst sich am Dienstag die Landesregierung in Schwerin, ehe es am Tag darauf die nächste Bund-Länder-Runde zur Corona-Krise gibt.

  • Manuela Schwesig (SPD) spricht während einer Landtagssitzung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manuela Schwesig (SPD) spricht während einer Landtagssitzung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unmittelbar vor den mit Spannung erwarteten Bund-Länder-Gesprächen zur möglichen Lockerung der Kontaktverbote will die Landesregierung in Schwerin am Dienstag ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte bereits in der Vorwoche die Abschwächung einzelner Maßnahmen in Aussicht gestellt. Doch machte sie dies ausdrücklich vom weiteren Verlauf der Infektionswelle und den Absprachen unter den Bundesländern abhängig.

Für Diskussionsstoff sorgte Schwesig über Ostern mit ihrer Forderung nach einer Atemmaskenpflicht für die Bevölkerung. «Wir werden das öffentliche Leben nur schrittweise hochfahren können. Dazu brauchen wir zusätzliche Maßnahmen wie einen Mundschutz für alle», sagte die SPD-Politikerin der «Bild am Sonntag». Im NDR präzisierte sie später nach Kritik der oppositionellen Linken ihren Vorstoß: Solange es in der Corona-Epidemie keinen Impfstoff oder Medikamente gebe, gehe es um das Einhalten bestimmter Regeln. Dazu gehöre für sie auch das Tragen herkömmlicher Alltagsmasken etwa beim Friseur oder im öffentlichen Nahverkehr, sagte sie.

Am Dienstag liegen auch die aktuellen Zahlen zu den nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus über die Osterfeiertage vor. Die Daten und mögliche Schlussfolgerungen werden Thema im Kabinett sein, ehe Schwesig dann am Mittwoch an dem Gespräch der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt. Einige ihrer Amtskollegen, darunter Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz oder Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg, hatten aber bereits vor überzogenen Erwartungen und den Gefahren einer zweiten Infektionswelle gewarnt.

Nach Meinung der AfD im Schweriner Landtag aber sind Lockerungen der Kontaktsperreregelung spätestens ab dem 20. April dringend geboten und notwendig. Insbesondere die Schließung von Läden, Geschäften, Cafés und Restaurants müsse beendet werden, forderte der Abgeordnete Ralph Weber. Zur Wahrung des erforderlichen Mindestabstandes könne die Kundenzahl abhängig von der Ladenfläche begrenzt werden.

Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits Mitte März touristische Reisen ins Land verboten, um die Einschleppung der vor allem für Ältere oft folgenschweren Virus-Erkrankungen zu verhindern und das heimische Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Auch die Kontakte im Land wurden unter anderem durch Schul- und Ladenschließungen reduziert. Diese Strategie hatte offenbar Erfolg. Bezogen auf die Einwohnerzahl verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern zuletzt mit etwa 39 Infektionen je 100 000 Einwohnern bundesweit die geringste Quote. Bis Ostermontag (16.00 Uhr) hatten sich im Nordosten 617 Menschen nachweislich mit Covid-19 infiziert. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) starben bisher landesweit elf Patienten mit der Lungenkrankheit.

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