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Keine Einigung im öffentlichen Nahverkehr

28.01.2020 - Die Hoffnungen auf ein Gelingen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr waren vergebens. Ohne Ergebnis gingen die Tarifparteien auseinander. Neue Warnstreiks sind nun wahrscheinlich.

  • «Wir streiken» steht auf einem Transparent am Straßenbahndepot. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Wir streiken» steht auf einem Transparent am Straßenbahndepot. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Nach dem Scheitern der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr müssen sich die Menschen in großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns wieder auf Warnstreiks einstellen. Noch sei in diese Richtung nichts beschlossen, Warnstreiks seien aber nicht ausgeschlossen, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Karl-Heinz Pliete, am Dienstag in Rostock der Deutschen Presse-Agentur.

Die Verhandlungsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbands, Gabriele Axmann, forderte Verdi auf, die Fahrgäste, insbesondere Eltern und Schüler, nicht mit weiteren Streiks zu belasten.

Wie Axmann sagte, haben die Arbeitgeber ein neues Angebot unterbreitet. Danach sollen die Bediensteten in diesem Jahr monatlich zusätzlich 70 Euro und 2021 zusätzlich 40 Euro bekommen. Das bedeute für die Mehrheit der Beschäftigten ein Lohnplus von 4,4 Prozent und für die Unternehmen eine Mehrbelastung von jährlich mehr als 1000 Euro pro Mitarbeiter. «Damit ist für die kommunalen Unternehmen die Grenze des finanziell Machbaren erreicht.»

Wegen der kürzeren Laufzeit sei das jüngste Angebot besser als das zur zweiten Runde, als sie bei einer dreijährigen Laufzeit ein Plus von sechs Prozent angeboten habe. «Wir haben uns einen weiteren großen Schritt auf die Arbeitnehmer zubewegt, können jedoch auf der Gewerkschaftsseite keinerlei Einigungswillen erkennen», sagte Axmann.

Pliete zeigte sich enttäuscht. «Die Prozentsätze sind für uns nicht so interessant.» Die Arbeitgeber hätten das alte Angebot nur um zehn Euro verbessert. Verdi war mit einer Forderung für die rund 1500 Beschäftigten von 2,06 Euro mehr pro Stunde und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro in die Verhandlungen gegangen. «Da sind wir noch weit auseinander.» Am 17. Februar sollen die Verhandlungen in Rostock fortgesetzt werden.

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