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Kind verbrüht und gestorben: Prozess am 27. November

17.10.2019 - Greifswald (dpa/mv) - Ein Jahr nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens aus Wolgast (Vorpommern-Greifswald), das an Verbrühungen starb, muss sich die Mutter nun vor Gericht verantworten. Für den Prozess wegen fahrlässiger Tötung sind am 27. November vier Zeugen und zwei Sachverständige geladen, wie ein Sprecher des Amtsgerichtes Greifswald am Donnerstag sagte. Zuvor hatte die «Ostsee-Zeitung» darüber berichtet.

  • Prozessakten liegen auf einem Richtertisch. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Prozessakten liegen auf einem Richtertisch. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft wirft der 28-jährigen Frau vor, die kleine Emma im Oktober 2018 in Wolgast zu heiß gebadet zu haben. «Wir gehen aber nicht von einer vorsätzlichen Tat aus», erklärte der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft Martin Cloppenburg.

Die Frau hatte das Kind damals nach einem Erkältungsbad schlafen gelegt. Am Morgen danach lag es tot im Bett. Eine Obduktion ergab großflächige Verbrühungen als Todesursache. Gutachtern zufolge sollen bis zu 30 Prozent der Haut verbrüht gewesen sein. Die Frau war mit dem Mädchen und einem drei Monate alten Baby allein zu Hause, der Vater war wegen seiner Arbeit andernorts.

Die Anklage stützt sich auf Angaben der Mutter bei einem psychiatrischen Gutachter, wie Cloppenburg weiter sagte. Dieser habe eine «eingeschränkte Einsichtsfähigkeit» bei der Frau festgestellt und soll vor Gericht ihre Schuldfähigkeit bewerten. Es gehe darum, ob die Frau die Folgen ihres Handelns übersehen konnte. Auf fahrlässige Tötung steht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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