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Kinderschutz-Aktionswoche in MV: Landkreis Rostock Gastgeber

17.09.2019 - Was tun, wenn es den Verdacht auf Vernachlässigung, Misshandlung oder den Missbrauch von Kindern gibt? Auch wenn es bereits viele Hilfsangebote im Land gibt, kommen Hinweise oft nur spät bei den zuständigen Behörden an. Das soll sich weiter bessern.

  • Das Logo des Vereins Deutscher Kinderschutzbund (DKSB). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo des Vereins Deutscher Kinderschutzbund (DKSB). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die vierte Aktionswoche für Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern wird am Freitag in Güstrow gestartet. Zu einer Kinder- und Jugendschutzkonferenz zum Auftakt werden etwa 350 Fachleute erwartet. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) äußerte am Dienstag in Schwerin bei der Vorstellung des Programms die Erwartung, dass damit das Thema Kinderschutz stärker in das Bewusstsein rückt. «Der Schutz der Kinder ist Aufgabe für 365 Tage im Jahr. Aber mit der Aktionswoche wollen wir die Öffentlichkeit noch mehr für das Thema sensibilisieren», erklärte die Ministerin.

Adressaten seien neben Kindern, Jugendlichen und Familien auch Mediziner, Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter. Für einen besseren Kinderschutz sind nach Meinung Dreses zielgerichtete Prävention und eine enge Vernetzung aller Akteure unabdingbar.

Die Aktionswoche findet jeweils konzentriert in einem Landkreis statt, in diesem Jahr im Landkreis Rostock. Dort seien bis zum 26. September etwa 50 Veranstaltungen geplant, sagte Ute Boysen vom sozialpädagogischen Dienst des Kreises. Die Spanne reiche vom Vortrag zur Rechtsmedizin über das Hebammen-Frühstück bis hin zum gemeinsamen Trommeln für Kinder.

«Wir wollen möglichst viele und auch unterschiedliche Gruppen ansprechen. Denn je enger die Kooperation im Kinderschutz ist, desto leichter lassen sich Gefährdungen erkennen und desto schneller kann reagiert werden», erklärte Boysen. Erstes Ziel sei es, bei erkannten Problemen Eltern zu bewegen, Hilfe anzunehmen. Erst wenn dies nicht zum Erfolg führe, würden betroffene Kinder auch in Obhut genommen.

Nach Angaben Dreses wurden im Jahr 2017 rund 3800 Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdung registriert. Das seien etwas weniger gewesen als in den Vorjahren. Bei jedem dritten gemeldeten Fall habe sich der Verdacht bestätigt. «Oft spielen sich die Dinge hinter verschlossene Türen im familiären Umfeld ab. Wenn es Anzeichen für Gefährdungen von Kindern gibt, ist es besser, sich einmal mehr - auch anonym - zu melden, als gar nicht», machte Drese deutlich. Knapp 1600 Kinder seien 2017 in Obhut genommen worden. Neuere Zahlen lagen nicht vor.

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