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Konzept für Ehrenamtskarte steht: Kabinett berät bald dazu

07.01.2019 - In Mecklenburg-Vorpommern sind einer bundesweiten Erhebung zufolge besonders viele Menschen ehrenamtlich aktiv. Doch eine landesweit gültige Ehrenamtskarte, mit der die Leistungen gewürdigt werden, fehlt bislang. Das soll sich nun ändern.

  • Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen. Foto: Patrick Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen. Foto: Patrick Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die Vergabe der landesweiten Ehrenamtskarte soll nach den Vorstellungen des Sozialministeriums an ein Mindestpensum ehrenamtlicher Tätigkeit geknüpft sein, aber möglichst unbürokratisch erfolgen. «Mir ist wichtig, dass die Vereine, Institutionen und Kommunen, die die Anträge stellen, selbst einen gewissen Entscheidungsspielraum bekommen», sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Als Richtwerte nannte die Ministerin einen zeitlichen Mindestaufwand von 250 Stunden im Jahr und ein ehrenamtliches Engagement von wenigstens drei Jahren. Bei Jugendlichen könne diese Frist auf ein Jahr gesenkt werden. «Die Akteure vor Ort können sehr gut einschätzen, wer anhand der erarbeiteten Kriterien eine Ehrenamtskarte verdient hat», zeigte sich Drese sicher.

Das Gesamtkonzept für die Ehrenamtskarte in Mecklenburg-Vorpommern werde noch im Januar im Kabinett beraten und dann dem Landtag zur Diskussion und Beschlussfassung zugeleitet. Die Karte soll personengebunden und landesweit gültig sein. Dem Entwurf zufolge kann sie auch an Personen vergeben werden, die als Trainer oder Betreuer Aufwandsentschädigungen erhalten. Ein Merkblatt mit steuerlichen Hinweisen dazu werde zusammen mit der Ehrenamtskarte ausgereicht.

Das Parlament hatte die Regierung im November 2017 aufgefordert, bis Oktober 2018 gemeinsam mit Kommunalverbänden und Ehrenamtsstiftung ein Konzept für die landesweite Bonuskarte zu entwickeln. Sie soll ehrenamtlich tätigen Menschen kleinere Vergünstigungen ermöglichen, wie verbilligten Eintritt in Theatern, Museen und Schwimmbädern oder auch günstigere Tickets im Nahverkehr. Auf kommunaler Ebene existiert die Ehrenamtskarte bereits, in Rostock zum Beispiel seit 2011.

Die dreimonatige Verzögerung begründete Drese mit umfangreichen Vorarbeiten. So seien grundsätzliche Fragen, wie der Empfängerkreis, die Voraussetzungen, Umfang und Gültigkeit zu klären gewesen. «Wir haben von Anfang an auf breite Beteiligung gesetzt», betonte die Ministerin. Dafür waren im Vorjahr gezielt auch die Ehrenamtsmessen genutzt und vier spezielle Bürgerforen veranstaltet worden.

Laut Drese ist die Gewinnung von Akzeptanzpartnern und Sponsoren etwa aus Gastronomie, Handel oder Tourismus gemeinsame Aufgabe von Land und Kommunen. «Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass die Angebote der Karte im Lauf der Zeit wachsen und vor allem private Sponsoren dazukommen», sagte Drese.

Nach Angaben der Ministerin sind im Nordosten rund 600 000 Menschen ab 14 Jahre in Sport- und Kulturvereinen, in sozialen und Umwelt-Organisationen, in Freiwilligen Feuerwehren, im Katastrophenschutz oder in regionalen Initiativen aktiv. Das entspreche einem Bevölkerungsanteil von gut 40 Prozent, dem höchsten in allen ostdeutschen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern ist aber eines von nur noch vier Bundesländern, in denen es keine landesweit gültige Ehrenamtskarte gibt.

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