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Krankenhäuser: Drohender Mangel an Schutzausrüstung

16.03.2020 - Kliniken fahren planbare Eingriffe zurück, um Kapazitäten für Coronavirus-Patienten freizuhalten. Das hat finanzielle Folgen für die Einrichtungen, sagt der Chef der Krankenhausgesellschaft, Uwe Borchmann.

  • Schutzmasken. Foto: Rene Traut/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schutzmasken. Foto: Rene Traut/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern drohen Schutzausrüstungen wie Handschuhe, Masken und Schutzkittel knapp zu werden. «Lieferengpässe bestehen in einem Großteil der Krankenhäuser», sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Borchmann, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Kliniken hätten angezeigt, dass sie in absehbarer Zeit keine Schutzausrüstungen mehr haben werden.

Die Schutzmaterialien habe Deutschland bislang aus China erhalten, erklärte der Ärztliche Direktor des Klinikums Karlsburg bei Greifswald, Wolfgang Motz. Mit Hochdruck werde nun an Lösungen gearbeitet. Borchmann ergänzte, er gehe davon aus, dass die angekündigte zentrale Beschaffung von Schutzausrüstungen durch den Bund «zeitnah» das Problem lösen werde.

Planbare, nicht zwingend zum jetzigen Zeitpunkt notwendige Operationen werden verschoben. Aus Karlsburg berichtete Motz, es werde «sehr verantwortungsvoll» entschieden, welche Operationen Vorrang haben und welche Eingriffe verschoben werden könnten. Einige Patienten sagten auch von sich aus ab.

Borchmann zufolge bedeuten die Verschiebungen von OPs Erlösausfälle für die betroffenen Krankenhäuser. In den Kliniken seien zwischen 20 und 60 Prozent der Leistungen planbare Leistungen, sagte er. Gleichzeitig forderte er die Landesregierung auf, sich beim Bund konsequent für eine Finanzierung dieser Ausfälle einzusetzen, «damit die Strukturen, die jetzt heruntergefahren werden, nicht zu Schließungen führen». Das betreffe vor allem auch die vielen Reha-Kliniken in MV. Diese hätten begonnen, keine Risikopatienten mehr aufzunehmen.

Karlsburg ist nach Worten seines Ärztlichen Direktors Motz für den Notfall gerüstet und könne in kurzer Zeit Intensivbetten zur Behandlung von Corona-Patienten im externen Wundzentrum Karlsburg anbieten. Dieses Zentrum sei für Infektionskrankheiten ausgerüstet, unter anderem mit Sicherheitsschleusen. «Ich stehe in engem Kontakt zur Landesregierung», so der Chef des Herz- und Diabeteszentrums.

In dem Klinikum wurde den Angaben zufolge eine tägliche Corona-Krisenberatung zur Organisation des Klinikablaufs eingerichtet. Bereits seit dem Wochenende gelte ein Besucher-Stopp.

Mit Blick auf die Kita- und Schulschließungen in MV dankte Motz den Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern, die es dem Klinikum ermöglicht hätten, am Montag trotzdem ohne personelle Engpässe in den Klinikbetrieb zu starten. Die Krise schweiße zusammen.

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