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Kritik aus Russland an US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

21.12.2019 - Moskau (dpa/mv) – Die von US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzten Sanktionen gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 sind in Russland auf scharfe Kritik gestoßen. Die USA versuchten damit, Russland als Konkurrenten vom europäischen Energiemarkt zu verdrängen und amerikanische Firmen zu etablieren, sagte der russische Parlamentsabgeordnete Dmitri Nowikow am Samstag der Agentur Interfax. Ziel sei es, die Europäer zum Kauf des teuren Flüssiggases aus den USA zu zwingen, obwohl das unwirtschaftlich sei.

  • An Bord des Verlegeschiffes "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas werden im Fließbandverfahren Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweißt und auf dem Grund der Ostsee verlegt. Foto: Bernd...

    An Bord des Verlegeschiffes "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas werden im Fließbandverfahren Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweißt und auf dem Grund der Ostsee verlegt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die US-Strafmaßnahmen des «Gesetzes zum Schutz von Europas Energiesicherheit» zielen auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Leitungsrohre durch die Ostsee verlegt werden. Ziel ist es, den Fertigbau der rund zehn Milliarden Euro teuren Leitung noch zu verhindern.

«Aber es gibt auch noch größere politische Aufgaben im Zusammenhang mit einer maximalen Schwächung Russlands», sagte Nowikow. Der Außenpolitiker erwartet, dass ein Teil der europäischen Wirtschaft mit politischer Hilfe Widerstand leisten werde gegen die Sanktionen. Die am Projekt beteiligte Schweizer Firma Allseas kündigte aber am Samstag an, den Pipeline-Bau auszusetzen. US-Politiker hatten der Firma mit «potenziell vernichtenden» Sanktionen gedroht, sollte sie die Pipeline fertigbauen.

Es wird erwartet, dass der Bau der Leitung nun teurer wird und sich verzögert, weil Russland keine eigenen Spezialschiffe für solche Arbeiten hat und Ersatz suchen muss. Trotzdem gehen die Russen davon aus, dass Nord Stream 2 fertiggebaut werden kann. Kremlchef Wladimir Putin hatte zudem Gegenmaßnahmen auf die US-Sanktionen angekündigt.

Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an unter Umgehung von Polen und der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland liefern. Bislang wurden nach Angaben des Nord-Stream-2-Konsortiums mehr als 2100 Kilometer des Doppelstrangs in der Ostsee verlegt. Rund 300 Kilometer fehlen noch.

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