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Kürzere Stücke und weniger Publikum am Staatstheater

09.07.2020 - Die monatelange Zwangspause am Staatstheater in Schwerin neigt sich dem Ende entgegen. Ende August hebt sich im Großen Haus erstmals wieder der Vorhang. Doch die Corona-Folgen sind weiter zu spüren.

  • Das Große Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Große Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der Corona-Beschränkungen startet das Mecklenburgische Staatstheater Ende August mit einem Sonderspielplan in die neue Spielzeit. Er umfasst 17 Neuinszenierungen in Schauspiel, Oper und Ballett und reicht nur bis Ende Dezember, statt wie üblich bis zum nächsten Sommer. «Es geht wieder los, mit Augenmaß und auf Sicht», sagte Generalintendant Lars Tietje am Donnerstag in Schwerin bei der Vorstellung des Programms. Für das Sommer-Open-Air 2021 auf dem Alten Garten kündigte er das Musical «Titanic» an. Das zuschauerträchtige Musik-Theater vor der Schlosskulisse musste in diesem Jahr abgesagt werden.

Die als Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie geforderten Mindestabstände hätten Auswirkungen auf die Stücke und auf das Publikum, sagte Tietje. So kämen die Neuinszenierungen meist mit weniger Akteuren auf die Bühne und würden ohne Pause, zum Teil gekürzt gespielt. Alle Veranstaltungen würden maximal 90 Minuten dauern. Statt der sonst üblichen gut 500 dürften nur noch maximal 190 Zuschauer je Aufführung in den großen Saal, erklärte Tietje. Auch im Konzertfoyer werde das Platzangebot reduziert. Der coronabedingte Spielzeitabbruch im Frühjahr und die verringerte Platzzahl verursachten nach ersten Schätzungen Einnahmenausfälle von rund zwei Millionen Euro, sagte der Intendant. Andererseits habe es auch weniger Ausgaben gegeben.

Die Spielzeit wird am 30. August mit einer Ballettgala eröffnet. Das Schauspiel startet am 4. September mit einer Uraufführung: Das Stück «Gundermann - Männer, Frauen und Maschinen» erinnert an den bekannten DDR-Liedermacher. Zudem kommen das Sartre-Drama «Geschlossene Gesellschaft» und «Die unendliche Geschichte» nach dem Buch von Michael Ende auf die Bühne.

Die Fritz-Reuter-Bühne wartet mit drei Neuinszenierungen auf, unter anderem einer niederdeutschen Schauspielfassung des Erfolgsbuchs «Gut gegen Nordwind». Das Musiktheater bietet bis zum Jahresende zwei Opern in kleinerem Format und eine Opern-Gala mit bekannten Arien. Das Junge Staatstheater Parchim hat fünf Neuinszenierungen auf dem Spielplan. Die Stücke mit meist kleiner Besetzung seien auch für Aufführungen an Schulen geeignet, sagte Tietje.

Sein Debüt als neuer Generalmusikdirektor wird Mark Rohde am 7. September beim ersten Sinfoniekonzert der Staatskapelle geben. Er dirigiert Werke von Walker, Séjourné und Schönberg. Nach Rohdes Angaben wird es zu den drei Sinfoniekonzerten im September, Oktober und Dezember an jeweils drei aufeinanderfolgenden Tagen je zwei Aufführungen geben, um trotz begrenzter Platzzahl der Kartennachfrage nachkommen zu können.

Die Theaterkasse ist wieder ab dem 18. August geöffnet, zunächst aber kürzer. Es werde verstärkt auf Online-Kartenbestellungen gesetzt, sagte Tietje, der sich mit der Spielzeit 2020/2021 aus Schwerin verabschiedet. Nach Dauerquerelen mit dem Ensemble wurde der Vertrag mit dem Intendanten nicht verlängert. Das neue Führungsduo Hans-Georg Wegner als künstlerischer und Christian Schwandt als kaufmännischer Leiter soll das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin vom kommenden Jahr an wieder in ruhigere Fahrwasser führen.

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