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Land beteiligt sich mit 60 Millionen Euro an Buga 2025

03.03.2020 - Zwischen 2002 und 2009 gab es in Mecklenburg-Vorpommern eine Internationale, eine Landes- und eine Bundesgartenschau. Nun soll es 2025 wieder ein floristisches Großereignis im Nordosten geben. Bei Agrarminister Backhaus löst das schon Blütenträume aus.

  • Mecklenburg-Vorpommern, Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mecklenburg-Vorpommern, Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock kann zum zweiten Mal Schauplatz einer großen Gartenschau von überregionaler Bedeutung werden. Nach der IGA 2003 will die Hansestadt 2025 die Bundesgartenschau (Buga) ausrichten und kann dabei auf eine kräftige Finanzspritze des Landes bauen. Wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) mitteilte, beschloss das Kabinett auf seiner Sitzung am Dienstag in Schwerin, für die Buga bis zu 60 Millionen Euro an Landesmitteln bereitzustellen. Zwei Drittel davon steuert demnach allein das Wirtschaftsressort bei.

Mit der Zusage des Landes erhalte die Stadt insbesondere für städtebauliche Projekte Planungssicherheit. «Die Förderprogramme stehen, die Mittel sind eingestellt. Das Geld kann abgerufen werden», sagte Backhaus. Die Investitionskosten summierten sich nach derzeitigen Planungen auf insgesamt 142 Millionen Euro. 68 Millionen müsse die Stadt bereitstellen, der Rest, etwa 14 Millionen, komme vom Bund.

Laut Backhaus soll die Buga vor allem genutzt werden, um den alten Stadthafen attraktiver zu machen und besser an das Zentrum anzubinden. Durch eine Fußgängerbrücke über die Warnow werde zudem der Stadtteil Gehlsdorf am Ostufer leichter erreichbar. Zwar gehörten Blumenhalle und der Wettbewerb der Floristen auch heute noch zu einer Buga, doch habe sich der Charakter der Veranstaltung spürbar gewandelt. «Eine Buga ist heute keine Blümchenschau mehr. Sie gibt vielmehr Impulse für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung», betonte Backhaus und nannte Schwerin als gutes Beispiel.

Die positiven Folgen der Schweriner Buga 2009 seien bis heute in der Landeshauptstadt zu spüren. Damals seien 1,8 Millionen Menschen gekommen und hätten maßgeblich mit dafür gesorgt, dass die Schau am Ende ein Plus von fünf Millionen Euro erzielte. «Ich denke, auch für Rostock stehen die Chancen sehr gut für eine hervorragende Buga. Die Stadt ist nun aber in der Pflicht, die Konzepte umzusetzen und dabei auch die eigene Bevölkerung mitzunehmen und zu begeistern», sagte Backhaus.

Nach seinen Worten kann Mecklenburg-Vorpommerns größte Stadt auch für weitere Großprojekte mit erheblicher Landeshilfe rechnen. Für das Archäologische Landesmuseum gebe es 40 Millionen, für den Neubau des Theaters weitere 51 Millionen Euro. Beide Bauwerke sollen ebenfalls im Stadthafen errichtet werden. Doch werde deren Fertigstellung aller Voraussicht nach erst nach der Buga erfolgen. Laut Backhaus summieren sich die Investitionen für Buga, Theater und Museum auf 306 Millionen Euro, zur Hälfte getragen vom Land.

Kritik kam von der oppositionellen Linken. «Da werden verschiedenste Fördertöpfe zusammengestrickt und auf verschiedenste Art zusammengerechnet. Am Ende sieht niemand mehr durch», beklagte die Landtags-Abgeordnete Eva-Maria Kröger. Zudem übersehe die Landesregierung, dass die Rostocker Bürgerschaft bis heute keine grundsätzliche Entscheidung darüber getroffen habe, ob die Buga stattfinden werde oder nicht.

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