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Land finanziert mehr Kontrollen: Maskenpflicht in Zügen

18.10.2020 - In vollen Zügen ist Abstand halten schwer möglich. Deshalb gilt in Corona-Zeiten auch dort Maskenpflicht. Damit sich auch alle daran halten, gibt es verstärkte Kontrollen.

  • Eine Frau hält eine Geldbörse mit zahlreichen Banknoten in der Hand. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau hält eine Geldbörse mit zahlreichen Banknoten in der Hand. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mecklenburg-Vorpommern lässt sich die Durchsetzung der Maskenpflicht in Zügen etwas kosten. Rund 100 000 Euro stelle das Land für zusätzliche Kontrollen auf der vor allem von Berufspendlern viel genutzten Linie RE 1 Rostock-Hamburg bereit. Zunächst bis zum Jahresende seien in diesen Regionalzügen täglich Streifen unterwegs, um die Einhaltung der Maskenpflicht zu überwachen und gegebenenfalls Fahrgäste daran zu erinnern, teilte das Verkehrsministerium am Sonntag in Schwerin mit.

Die aktuellen Zahlen bei den Corona-Infektionen erforderten ein noch größeres Maß an Disziplin und Besonnenheit. «Gerade im öffentlichen Personenverkehr sind alle aufgerufen, auf sich und Mitreisende Rücksicht zu nehmen. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung steht an erster Stelle dessen, was wir alle ganz einfach und ohne Mühe tun können», betonte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Das Land habe daher die Deutsche Bahn beauftragt, täglich Kontrollen in den Zügen der RE 1 vorzunehmen. Bereits seit Ende September sei zusätzliches Sicherheitspersonal in zwei Schichten zwischen Rostock-Hauptbahnhof und Boizenburg im Einsatz.

Nach Angaben einer Bahnsprecherin hatten Bund, Länder, Kommunal- und Verkehrsverbände Mitte September zur Umsetzung der Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr regelmäßige Kontrollen vereinbart. Die Einsätze der Mitarbeiter der DB Sicherheit würden von Bundespolizei und auf ausgewählten Bahnhöfen auch von Vertretern regionaler Gesundheits- und Ordnungsämter unterstützt.

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung mache das Bahnfahren nachweislich sicherer. «Deshalb ist unser Kernanliegen für den Herbst: Hohe Sicherheitspräsenz in Zügen und an Bahnhöfen und die Maskenpflicht weiterhin regelmäßig gezielt kontrollieren», erklärte DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. An Informationsständen werde über die Maskenpflicht aufgeklärt, und dort würden auch Einmalmasken verteilt. Das Engagement zeige Wirkung: Zu normalen Tageszeiten tragen nach Angaben von Huber deutlich über 95 Prozent der Fahrgäste in Fern-, Regional- und S Bahn-Zügen Mundschutz.

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