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Land plant Unternehmertreffen der Ostsee-Länder

11.12.2019 - Der Export Mecklenburg-Vorpommerns kommt nur langsam voran. Sanktionen bremsen das Russlandgeschäft. Nun will das Land die Wirtschaftskontakte zu Partnern im gesamten Ostseeraum ausbauen.

  • Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hält an der regelmäßigen Ausrichtung des Russlandtages fest. Das Land werde aber auch ein Unternehmertreffen für alle Ostsee-Anrainer veranstalten, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an. Eine solche Konferenz könne etwa im Rahmen der Hanse Sail in Rostock stattfinden. «Der Ostseeraum eröffnet uns große wirtschaftliche Chancen. Wir stehen da auch in der großen Tradition der Hanse», sagte Schwesig am Mittwoch in der Aktuellen Stunde des Landtags in Schwerin.

Die Debatte über ein neues Unternehmertreffen war von der CDU unter dem Motto «Ostsee verbindet - Mecklenburg-Vorpommern muss Chancen im Außenhandel besser nutzen» beantragt worden. Der CDU-Abgeordnete Wolfgang Waldmüller wies Spekulationen zurück, dass die Union mit ihrer Initiative einen Kontrapunkt zu dem von der SPD initiierten Russlandtag für Unternehmen setzen wolle. «Wir stehen zum Russlandtag. Wir finden ihn gut und da ist nichts kleinzureden», betonte Waldmüller.

Doch biete der Ostsee-Raum weit mehr Möglichkeiten für den Warenaustausch, die es zu nutzen gelte. Das jährliche Exportvolumen Mecklenburg-Vorpommerns liege aktuell bei gut 7 Milliarden Euro, ein Wert, der schon 2011 erreicht worden sei. Zwar könne die eher kleinteilige Wirtschaft im Nordosten nicht mit der industriestarker Länder wie Bayern verglichen werden. Doch gebe die Entwicklung des Außenhandels Anlass, sich Gedanken zu machen und an den politischen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Ein Unternehmertreffen können neue Kontakte schaffen. SPD und CDU planen im neuen Haushalt dafür knapp eine halbe Million Euro ein.

Laut Schwesig betrug der Außenhandelsumsatz aus Im- und Export im Vorjahr 13,8 Milliarden Euro. Das seien 29 Prozent mehr als 2012 und ein neuer Rekord. Wichtigste Außenhandelspartner seien Polen (1,2 Milliarden Euro), die Niederlande (1,1 Milliarden Euro) und Schweden (1,0 Milliarden Euro).

Traditionell gehöre auch Russland - den schwierigen politischen Begleitumständen zum Trotz - zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern. «Es gibt seitens der Wirtschaft unseres Landes ein großes Interesse an wirtschaftlichen Kontakten nach Russland. Drei sehr erfolgreiche Russlandtage und die bisher größte Wirtschaftsdelegationsreise in der Geschichte unseres Landes nach St. Petersburg belegen das eindrucksvoll», sagte Schwesig. Bei der Deutschen Woche in St. Petersburg 2020 werde Mecklenburg-Vorpommern Partnerland und 2021 gebe es den nächsten Russlandtag. Dies liege im wirtschaftlichen Interesse des Landes und sei ein wichtiger Beitrag zum Dialog zwischen Deutschland und Russland.

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