Landesregierung berät auf Corona-Gipfel über Vorgehen

12.02.2021 Bund und Länder hatten sich bereits am Mittwoch auf verlängerte Corona-Maßnahmen entschieden, die bis zum 7. März gelten sollen. Für Schulen und Kitas ist im Nordosten noch einiges unklar. Dies soll sich am Freitag ändern.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns berät heute bei einem Corona-Gipfel die konkrete Umsetzung der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse. Bei der Videokonferenz mit Kommunen, Gewerkschaften und Sozialverbänden stehen etwa Schulen und Kitas im Mittelpunkt. Es soll geklärt werden, wie es dort nach den Winterferien in der übernächsten Woche weitergeht.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte am Donnerstag im Landtag in Schwerin, dass die Klassenstufen 1 bis 6 nach den Ferien zum regulären Betrieb zurückkehren sollen. Voraussetzung sei, dass im betroffenen Landkreis oder kreisfreier Stadt stabil weniger als 50 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen registriert wurden. Diesen Wert haben jedoch noch nicht alle Regionen im Bundesland erreicht, wodurch noch offen ist, wie dort verfahren wird.

Zudem drängt die Wirtschaft auf weitere Öffnungsperspektiven. Friseure dürfen, wie im Bund-Länder-Beschluss festgehalten, vom 1. März an unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Ob weitere Lockerungen folgen, war zunächst noch unklar. Das Nachbarbundesland Schleswig-Holstein kündigte am Donnerstag etwa an, Zoos und Gartenbaucenter zum 1. März öffnen zu wollen.

«Um wieder zu öffnen, brauchen wir eine sichere Basis», warb Schwesig im Landtag um Geduld. Lockerungen in der Wirtschaft seien angesichts neuer Gefahren durch mutierte Coronaviren erst bei Sieben-Tage-Inzidenzen unter 35 möglich. Von diesem Wert ist der Nordosten jedoch noch ein ganzes Stück entfernt. «Wichtig ist aber auch, dass wir allen anderen Bereichen, die jetzt enttäuscht sind, eine Perspektive geben», betonte die Regierungschefin, ohne aber bereits konkret zu werden.

Nach jüngsten Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 66,4. Den mit Blick auf mögliche Öffnungen wichtigen Schwellenwert von 35 haben derzeit lediglich die Hansestadt Rostock und der Landkreis Vorpommern-Rügen unterschritten. Die anderen Regionen im Bundesland liegen bei 36,1 bis 89,9, der Landkreis Vorpommern-Greifswald ragt im negativen Sinne mit 196,1 deutlich heraus.

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