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Landesregierung beschließt weitere Corona-Lockerungen

03.06.2020 - Treffen mit mehr Menschen im öffentlichen Raum, Vereinssport in Schwimmhallen: Einige Corona-Lockerungen im Nordosten sollen in den kommenden Tagen in Kraft treten.

  • Ein Schüler meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schüler meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat am Mittwoch weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschlossen. Voraussichtlich von Freitag an dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte wieder an öffentlichen Orten treffen, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Zuvor waren nur Treffen unter Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum möglich. Eine entsprechende Regelung musste neu gefasst werden, da die ursprüngliche laut Staatskanzlei bislang nur bis zum 5. Juni befristet war.

Ein paar Tage später sind Lockerungen bei Hallen- und Spaßbädern vorgesehen. Diese sollen von Montag (8. Juni) an wieder eingeschränkt öffnen dürfen. Vorrang sollen zunächst Schul- und Vereinssport haben, wie die Staatskanzlei mitteilte. Eine Öffnung für alle Badegäste sei noch nicht vorgesehen. Darüber werde die Landesregierung in der kommenden Woche beraten. Im Raum steht eine breitere Öffnung der Bäder vom 15. Juni an, also eine Woche später. Freibäder in MV dürfen bereits seit dem 25. Mai wieder öffnen. Fitnessstudios, Sporthallen, Tanz- und Yogastudios sind unter Auflagen ebenfalls bereits geöffnet.

Von Lockerungen sollen auch die Schüler Mecklenburg-Vorpommerns profitieren, jedoch erst zu Beginn des neuen Schuljahres Anfang August. Dann soll es einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht für alle Schüler geben. Dies sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch in Schwerin. Gleichzeitig werde ein Hygienekonzept für die Schulen entwickelt. Den Kindern und Jugendlichen dürften keine Lücken und Nachteile entstehen, die nicht wieder aufzuholen wären. Dies gelte vor allem für die benachteiligten Kinder. «Wir müssen wieder mehr Bildung ermöglichen», sagte Martin.

Nach ihren Angaben werden die Schulöffnungen gemeinsam mit Gesundheitsexperten vorbereitet. Diese Experten hielten diesen Schritt für vertretbar. Vorbehaltlich der Entwicklung der Infektionszahlen werde auch die 1,50-Meter-Abstandsregel aufgehoben. «Nur so können wir einen täglichen und verlässlichen Unterricht gewährleisten.» Grundpfeiler des Konzeptes sei, dass es feste Gruppen, Klassen, Lehrkräfte und Räume geben wird. Allerdings werden nicht alle Schüler zur selben Zeit in der Schule sein können.

Ein früherer Start des täglichen Präsenzunterrichts noch in diesem Schuljahr sei unter anderem aus organisatorischen Gründen, wie die Ausarbeitung der jeweiligen Hygienekonzepte, nicht möglich.

Ende übernächster Woche ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. In den Ferien soll demnach Förderunterricht angeboten werden. Konzepte für den Regelbetrieb sollen an ausgewählten Schulen getestet werden. Martin betonte, dass konkretere Konzepte noch in der Ausarbeitung seien.

Mit Blick auf die Lehrer erläuterte die Ministerin, dass vom kommenden Schuljahr an wieder alle Präsenzunterricht geben sollen. 34 Prozent der Lehrkräfte in MV würden zur Corona-Risikogruppe gehören, seien also vorerkrankt, schwanger oder älter als 60. Bereits jetzt würde mehr als die Hälfte dieser Pädagogen Unterricht an der Schule geben. Lehrer, die dies im kommenden Schuljahr nicht können oder wollen, müssen sich laut Martin ein ärztliches Attest vom Schul-Betriebsarzt ausstellen lassen.

Die Anmeldungen von Veranstaltungen mit bis zu 75 Personen sollen zudem laut Caffier erleichtert werden. Dies betreffe in vielen Fällen ehrenamtliche Vereine wie Selbsthilfegruppen.

Weitere Lockerungen sollen Thema der Beratung der Landesregierung in der kommenden Woche sein. Dann soll über die nächste Phase im «MV-Plan» beratschlagt werden. Diese Phase beginnt vom 15. Juni an. Darin sind etwa Gespräche zur Prüfung eines Öffnungskonzeptes für Schausteller und Freizeitparks vorgesehen. Der «MV-Plan» ist ein grober Fahrplan, in dem die Schritte zur Rückkehr aus den Corona-Einschränkungen festgehalten sind.

Weiterhin nicht erlaubt sind Tagestourismus-Gäste im Nordosten. Zu einer möglichen Sperrung von Stränden, sofern diese bei gutem Wetter zu voll sind, sagte Caffier, es könne keinem Menschen erklärt werden, warum Strände jetzt gesperrt würden, solange es im Bundesland die Infektionszahlen in dem derzeitigen Umfang gebe.

Nach drei Tagen ohne Corona-Neuinfektionen hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch (16.15 Uhr) zwei neue Fälle gemeldet. Ein Fall wurde in Rostock registriert, ein anderer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Damit sei das Virus nunmehr bei 763 Menschen nachgewiesen. MV hat bundesweit weiterhin die mit Abstand geringsten Corona-Zahlen.

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