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Landeszootag in Mecklenburg-Vorpommern löst Gästeansturm aus

22.07.2020 - Der Landeszootag sollte ein kleiner Ausgleich für coronabedingte Strapazen und Einschränkungen in den vergangenen Monaten sein. Und viele nahmen das verlockende Angebot des freien Eintritts für Kinder an. Mehr, als mancher Zoo verkraften konnte.

  • Kinder aus verschiedenen Kindergärten der Hansestadt sind beim Landeszootag im Tierpark Wismar unterwegs. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder aus verschiedenen Kindergärten der Hansestadt sind beim Landeszootag im Tierpark Wismar unterwegs. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Freier Eintritt für Kinder und wohl auch das fehlende Strandwetter haben Zoos und Tiergärten am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern einen gewaltigen Besucherzustrom beschert. Vor den Einrichtungen, die sich am traditionellen Landeszootag beteiligten, bildeten sich vielfach lange Schlangen. Der Zoo in Rostock musste am Mittag wegen des großen Andrangs sogar seine Tore vorübergehend schließen.

Etwa 4000 Gäste seien bereits am Vormittag gekommen. Damit hätten in Kreuzungsbereichen auf dem Zoogelände und vor einzelnen Gehegen die geforderten Mindestabstände von 1,50 Metern zwischen Personen nur noch schwer gewährleistet werden können, begründete ein Zoosprecher die ungeplante Schließung. Auch vor dem Ozeaneum in Stralsund mussten Besucher zum Teil länger anstehen. Limitierender Faktor waren auch dort die coronabedingten Zugangsbeschränkungen. Statt der sonst im Sommer üblichen 4000 bis 5000 Gäste am Tag können nach Angaben einer Sprecherin derzeit maximal 1300 Besucher eingelassen werden.

Die Landesregierung hatte zum Zootag Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren zu kostenlosen Besuchen eingeladen. Dies sei als Dankeschön zu verstehen. «Denn hinter unseren Kindern liegen lange Wochen in einer Ausnahmesituation», sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD), der am Morgen den Landeszootag im Tierpark von Wismar eröffnete. Er verwies auf die coronabedingten Kontakteinschränkungen und die zeitweilige Schließung von Kitas und Schulen. All das habe den Alltag der Kinder in erheblichem Maße eingeschränkt. Auch andere Kabinettsmitglieder nutzten den Landeszootag zu Besuchen in Tiergärten ihrer Region.

Nach Angaben des Umweltministeriums bekommen die 19 Tierparks und Einrichtungen, die zum Landeszootag Kindern freien Eintritt gewährten und für diese auch besondere Angebote vorbereitet hatten, als Kompensation Geld vom Land. Dafür stünden insgesamt 250 000 Euro aus dem MV-Schutzfonds bereit, hieß es. Der Zoo in Rostock und auch das Ozeaneum verlängerten wegen des Ansturms die Gültigkeit der nur am Mittwoch ausgegebenen Gutscheine für Kinder bis zum 31. Dezember.

Der Vorsitzende des Landeszooverbandes, Schwerins Zoochef Tim Schikora, verwies auf das vielfältige Angebot, das von Ponyreiten über Schaufütterungen bis hin zum Wissensquiz reichte. Er zeigte sich überzeugt davon, dass vom Landeszootag auch ein wichtiges Signal ausgehe und deutlich werde, welche Funktion zoologische Einrichtungen in der Gesellschaft haben.

Laut Backhaus besuchen jährlich rund drei Millionen Menschen die zoologischen Einrichtungen im Land. Diese seien allerdings nicht nur Touristenmagnete und Freizeiteinrichtungen. Sie leisteten auch einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz und seien darüber hinaus unverzichtbar für Natur- und Umweltbildung. Jährlich nutzten 80 000 Schüler Zoos und Tiergärten als außerschulische Lernorte. Deshalb sei er froh, dass auch diese Einrichtungen von den Soforthilfen des Bundes und des Landes profitieren. Aus dem MV-Schutzfonds seien bisher rund zwei Millionen Euro für 26 Betreiber zoologischer Einrichtungen ausgezahlt worden.

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