Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Lauter Ruf nach Entlastungen für Tourismus und Gastronomie

21.04.2020 - Der Tourismus und die Gastronomie sind zentrale Branchen für die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns. Doch sie sind von der Corona-Krise besonders betroffen.

  • Henning Foerster bei einer Veranstaltung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Henning Foerster bei einer Veranstaltung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Rufe nach Entlastung und neuen Perspektiven für Tourismus und Gastronomie in MV werden lauter. Diese Branchen sind von der Corona-Pandemie wegen der Kontaktbeschränkungen besonders belastet. Neben Mehrwertsteuersenkungen oder Verbesserungen bei Bezugsdauer, Höhe und Bearbeitungszeit des Kurzarbeitergeldes gehe es vor allem um einen Nothilfefonds für den Tourismus, forderte die Linksfraktion im Schweriner Landtag am Dienstag. «Die Idee ist, dass sich die Höhe der finanziellen Unterstützung für Hotels und Pensionen nach der Zahl der Betten, für gastronomische Betriebe nach der Zahl der Sitzplätze richten könnte», sagte der tourismuspolitische Sprecher Henning Foerster.

Hintergrund ist das für Donnerstag anberaumte Spitzengespräch von Landesregierung, Gewerkschaften und Branchenvertretern. Der Tourismusverband und der Dehoga MV haben bereits eine Lösungsskizze für den Neustart vorgelegt. Demnach sollten die Bewegungsspielräume im eigenen Land vorsichtig größer werden. In der ersten Phase könnten touristische Angebote wieder zugelassen werden, bei denen Besucher und Gäste in hinreichender Distanz zueinander bleiben, etwa in größeren Gaststätten oder in der Freiluftgastronomie.

FDP-Generalsekretär David Wulff regte an, den Binnen-Tourismus innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns zu ermöglichen. «Dadurch bleibt das Verhältnis von Krankenhausbetten zu Bürgern unangetastet, doch Hotels und Restaurants können schon jetzt ihre Betriebsabläufe auf Schwachstellen im Umgang mit dem Corona-Virus abklopfen.»

Der Sprecher der Nordost-AfD, Leif-Erik Holm, hält angesichts der deutschlandweit geringsten Infektionszahlen einen Sonderweg des Landes für möglich. Es spreche nichts dagegen, Hotels und Gaststätten unter Einhaltung strenger Hygienebestimmungen öffnen zu lassen. Es spreche auch nichts dagegen, dass Hunderttausende, die das Virus bereits überstanden haben, wieder in MV Urlaub machen können. Dazu werde ein Immunitätsregister auf freiwilliger Basis benötigt.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Torsten Renz, betonte die Notwendigkeit einer Mehrwertsteuerabsenkung, die ein wesentlicher Bestandteil des Rettungspaketes für das Gastgewerbe sein müsse. Selbst nach Lockerungen lasse sich nicht einschätzen, ob und wie die Gäste ihr Urlaubs- und Restaurantverhalten ändern werden. «Deshalb wird es vermutlich auch die Branche sein, die am längsten mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben wird, möglicherweise auch dann noch, wenn die meisten anderen Branchen zu ihrer Normalität zurückgefunden haben.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren