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Linke mit Stufenplan für Corona-Lockerungen

02.02.2021 - Bislang hat die Linke in Mecklenburg-Vorpommern die Maßnahmen der SPD/CDU-Landesregierung zur Bewältigung der Corona-Krise mitgetragen. Doch vermisste die Oppositionspartei eine Ausstiegsstrategie aus dem aktuellen Lockdown. Die hat sie nun selbst vorgelegt.

  • Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende Die Linke im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende Die Linke im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern dringt auf eine rasche Rückkehr der Schüler an die Schulen. So sollen sämtliche Grundschüler bereits nach dem Ende der Winterferien am 22. Februar wieder zum regulären Präsenzunterricht in ihren Klassenzimmern Platz nehmen. «Das geht auch bei einem Inzidenzwert, der unter 150 liegt», sagte Fraktionschefin Simone Oldenburg am Dienstag nach einer zweitägigen Klausur ihrer Fraktion im Schweriner Landtag. Zuletzt lag im Nordosten nur noch der Landkreis Vorpommern-Greifswald über dem Wert und galt somit als Hochrisikogebiet. Im Landesdurschnitt gab es knapp 90 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Obwohl die Präsenzpflicht an den Schulen seit Wochen ausgesetzt ist, seien viele Grundschüler ohnehin dort in der Notbetreuung und jeden Tag würden es mehr. «Eltern sind nicht dazu da, die Kinder zu unterrichten. Und Gesundheitsschutz für Kinder heißt natürlich auch, dass man die Kinder vor seelischen Schäden schützen muss», begründete Oldenburg die Forderung nach Schulöffnung und der möglichst raschen Rückkehr zur Regelbetreuung auch in Kitas und Krippen.

Dem von der Linken vorgelegten Stufenplan zufolge würden bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 schrittweise auch die älteren Schüler an die Schulen zurückkehren. Dabei solle der Unterricht zunächst für die Klassen der jeweiligen Klassenstufen wechselweise an der Schule und zu Hause erfolgen. «Unser Plan sieht vor, dass am 26. April wieder alle Kinder und Jugendlichen an den Schulen sind», sagte Oldenburg.

Um die während der Corona-Pandemie bereits entstandenen Wissensdefizite besser ausgleichen zu können, schlägt die Linke vor, das Schuljahr nach dem Ende der Sommerferien um einige Wochen zu verlängern. «Wir würden das Schuljahr bis zum 30. September ziehen, außer für die Abschlussklassen», sagte Oldenburg. Erst dann gebe es die Zeugnisse und das neue Schuljahr starte nach den Herbstferien im Oktober. Als Lehren aus der Corona-Krise fordert die Linke die Einstellung zusätzlicher Lehrer, die Verkleinerung der Klassen und die bessere Ausstattung der Schulen insbesondere mit Technik für digitalen Unterricht.

Nach Angaben Oldenburgs rechnen Medizinexperten damit, dass Mitte März in Mecklenburg-Vorpommern landesweit die Sieben-Tage-Inzidenzen unter 50 fallen und damit auch Infektionswege wieder nachvollzogen werden könnten. Dann sei es auch möglich, Läden und Gaststätten wieder schrittweise zu öffnen. Für Hotels gelte dies etwas später und anfangs auch nur für Gäste aus dem eigenen Bundesland. «Wir möchten alles versuchen, dass die Tourismusbranche das Geschäft zu Ostern wieder anfahren kann», sagte Oldenburg. Dies müsse aber unter Beachtung strenger Hygiene- und Abstandsregeln und Schritt für Schritt erfolgen. Ostern ist in diesem Jahr Anfang April.

Auch die Tourismuswirtschaft des Landes hatte bereits einen Stufenplan für einen Ausstieg aus dem Lockdown vorgelegt. Doch dämpfte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unter Hinweis auf die erhöhten Infektionsgefahren durch neue Virusmutationen und die nur schleppend vorankommenden Impfungen die Hoffnung auf eine rasche Öffnung von Gaststätten und Hotels. In der kommenden Woche wollen Bund und Länder darüber beraten, wie es nach dem 14. Februar weitgehen soll. Bis dahin gelten die aktuell scharfen Corona-Schutzbestimmungen.

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