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MV im Mittelfeld bei neuen Windrädern an Land

17.07.2020 - Für die Energiewende sollen deutlich mehr Windräder in Deutschland gebaut werden. Doch die Branche klagt über zahlreiche Hindernisse - von Bürokratie bis zu Bürgerprotesten. Das spiegelt sich auch in den Ausbau-Zahlen fürs erste Halbjahr wider.

  • Andree Iffländer, Vorsitzender des Windenergie-Netzwerks MV. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Andree Iffländer, Vorsitzender des Windenergie-Netzwerks MV. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Mecklenburg-Vorpommern sind im ersten Halbjahr 18 neue Windenergieanlagen an Land in Betrieb gegangen. Die Anlagen haben eine Bruttoleistung von 58,3 Megawatt, wie aus vorläufigen Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Keine alten Windkrafträder seien im Nordosten stillgelegt worden. Zwölf weitere Anlagen seien in den ersten sechs Monaten des Jahres genehmigt worden, diese befänden sich aber noch nicht in Betrieb.

Damit liegen die Zahlen höher als im Vorjahreszeitraum. Dort wurden den Angaben zufolge zwölf weitere Windräder im Nordosten in Betrieb genommen, 15 leistungsschwächere gingen dort noch vom Netz. Fünf Windräder an Land wurden damals neu genehmigt.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Windenergieanlagen liegt MV laut Auswertung im Mittelfeld der Bundesländer. Spitzenreiter ist demnach Brandenburg mit 31 neuen Windrädern im ersten Halbjahr 2020, in Bremen, Hamburg und Berlin kamen keine neuen hinzu.

«Lange Verfahren, Klagen und Artenschutz sorgen immer wieder für Verzögerungen. Das Ziel der erneuerbaren Energie muss konsequenter verfolgt werden», sagte Andree Iffländer, Vorsitzender des Windenergie-Netzwerks MV, der dpa.

Die Zahl der neu installierten Windräder in Deutschland war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 zwar mehr als doppelt so groß wie im Vorjahreszeitraum - es war aber dennoch das zweitschwächste Ausbau-Halbjahr der vergangenen 15 Jahre.

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