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Märchenhaftes: Theater starten Weihnachtsvorstellungen

16.11.2019 - Sie sind furchtbar ehrlich und kennen keine Gnade, sie mischen sich lautstark ein und kommen meistens in Scharen - in jedem Theatersaal wird die Stimmung anders, wenn sie Platz nehmen. Doch Schauspieler lieben diese Kritiker, die jetzt wieder oft vor ihnen sitzen werden.

  • Schauspieler stehen zur Hauptprobe des Märchens "Brüderchen und Schwesterchen" auf der Bühne. Foto: Danny Gohlke/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schauspieler stehen zur Hauptprobe des Märchens "Brüderchen und Schwesterchen" auf der Bühne. Foto: Danny Gohlke/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) – Zu Märchenklassikern und Kinderbuchadaptionen erwarten die Theater in Mecklenburg-Vorpommern in den nächsten Wochen wieder besonders viel junges Publikum. Mehr als zehntausend Zuschauer erreichen etwa regelmäßig die Weihnachtsinszenierungen am Volkstheater Rostock, wie Sprecherin Ute Fischer-Graf berichtete. «Es ist eine Tradition, dass Schulen und Eltern mit ihren Kindern ins Weihnachtsmärchen gehen.» Bei seinen weihnachtlichen Inszenierungen im Großen Haus setze das Theater immer auf ein Märchen. Diesmal steht die Premiere von «Brüderchen und Schwesterchen» der Brüder Grimm für Samstag (16.00 Uhr) auf dem Programm.

Für ein jüngeres Märchen, das vor allem im Osten bekannt ist, hat sich das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin entschieden: Nachdem hier im vergangenen Jahr «Der Zauberer der Smaragdenstadt» Einzug gehalten hatte, geht es nun mit dem zweiten Abenteuer der Kinderbuchreihe von Alexander Wolkow weiter. In der Inszenierung von «Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten» (ab 28. November) gibt es ein Wiedersehen mit Elli und ihren drei Freunden aus dem Zauberland. Diesmal brauchen der Scheuch, der Löwe und der Eiserne Holzfäller ihre Hilfe, denn Tischler Urfin hat mittels eines Zauberpulvers eine Armee aus hölzernen Soldaten zum Leben erweckt.

«Das Weihnachtsmärchen ist für uns eine Herzensangelegenheit», sagte der Sprecher des Mecklenburgischen Staatstheaters, Johannes Lewenberg. «Wir haben sonst nie so viele Kinder in so kurzer Zeit im Haus. Da entsteht eine ganz besondere Atmosphäre», erklärte er. «Das Kinderpublikum ist gnadenlos ehrlich, verzeiht nichts und schreit auch mal die Hexe an.» Wenn Kinder so mitfieberten, sei das auch für die Schauspieler ein ganz anderes Gefühl - «das tut wahnsinnig gut.» Für das Junge Staatstheater Parchim erlege derweil «Das tapfere Schneiderlein» sieben auf einen Streich - bereits seit Anfang November in einer «sehr farbenfrohen Inszenierung», in der Stadthalle Parchim, im Schweriner E-Werk und auf Tour.

Knapp hundert Jahre nach dem Erscheinen des Kinderbuchklassikers «Dr. Dolittle» lässt das Theater Vorpommern auf seinen Bühnen in Greifswald und Stralsund den berühmten Arzt mit Tieren sprechen. «Der Monat Dezember ist im Theater immer ein extrem intensiver mit 30 000 bis 33 000 Zuschauern», sagte Sprecher Hans Heuer, das Weihnachtsmärchen mit vielen Vormittagsausführungen und den Nachmittagsvorstellungen am Wochenende trage gehörig dazu bei. Dieser Besuch sei für viele Kinder oft die erste Begegnung mit Theater. Das Musical «Dr. Dolittle, der Arzt, der mit den Tieren spricht» hat am 20. November in Greifswald Premiere.

Am Landestheater Neustrelitz wird es festlich und bunt mit «Alice im Wunderland». Das 1865 erstmals erschienene Kinderbuch von Lewis Carroll soll «voller hinreißender, wundersamer Figuren, tänzerisch und mit traumhaften Songs» lebendig werden, wie Sprecherin Wenke Frankiw berichtete. Premiere ist am 1. Dezember, insgesamt 17 Vorstellungen sind geplant. Im Schauspielhaus in Neubrandenburg wird vom 27. November an unterdessen «Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch» gebraut - und zwar «voller Spiel- und Sprachwitz», wie die Sprecherin weiter mitteilte. 27 Vorstellungen des Zaubermärchens nach Michael Endes Kinderbuch (1989) stehen auf dem Programm.

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