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Mann entführt Ex-Partnerin auf Usedom: Geständnis im Prozess

02.09.2020 - Eine Entführung auf der Insel Usedom endet im März unblutig. Der Angeklagte hat gestanden, ein Urteil folgt Ende September.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Prozess um die Entführung seiner ehemaligen Lebensgefährtin auf der Insel Usedom hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. «Das Ganze war eine Kurzschlusshandlung, ich war mit der Situation völlig überfordert», erklärte der 48-Jährige am Mittwoch am Amtsgericht Greifswald. Nach Darstellung des Tatverdächtigen und seines mutmaßlichen Opfers handelte es sich um eine Eskalation infolge eines rabiaten Streits um das Ende einer fünf Jahre währenden und von vielen Auseinandersetzungen geprägten Beziehung. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vor. (AZ: 332 Ls 31/20).

Der Angeklagte hatte die 45-Jährige, mit der er kurze Zeit in Korswandt auf der Insel Usedom lebte, Mitte März im Streit überwältigt. «Das bereue ich aber heute zutiefst», erklärte der Angeklagte. Auf dem Grundstück eines Bekannten drückte er die Frau in den Kofferraum seines Autos. Sie habe sich erfolglos gewehrt und ein Nachbar habe erfolglos versucht, den 48-Jährigen von seinem Tun abzuhalten. Danach war der Angeklagte mit ihr in ein Waldstück in Richtung Polen gefahren. Zeugen verständigten die Polizei, ein Großeinsatz lief an.

Die Frau konnte zwar noch die Heckscheibe des Kombis einschlagen, wurde von dem 48-Jährigen aber an der Flucht gehindert. Der Angeklagte fuhr sich im Wald mit dem Wagen fest. Sie habe Todesangst im Auto gehabt, sagte die Geschädigte, die ihre Aussage vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des Angeklagten machte.

Als am Tattag ein Hubschrauber über dem Waldstück auftauchte, wo sich der Mann festgefahren hatte, floh er.

Die 45-Jährige wurde von Polizisten aus dem Auto befreit. Der Mann wurde später in Polen gefasst. Bis zum Prozess war er zwischenzeitlich unter Auflagen aus der U-Haft entlassen worden und hatte seine Tätigkeit als Garten- und Landschaftsbauer wieder aufgenommen. Weil er sich trotz gerichtlichen Verbots aber wieder auf die Insel Usedom begeben hatte, wurde er vor wenigen Tagen wieder in Haft genommen.

Der Prozess wird am 24. September fortgesetzt. Dann sollen noch zwei Zeugen gehört, die Plädoyers gehalten und ein Urteil gesprochen werden. Dem Angeklagten droht eine mehrjährige Haftstrafe.

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