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Mann nach Auffahrunfall mit zwei Toten vor Gericht

08.12.2019 - Stau auf der A20: Ein Geländewagen rast in das Stauende und prallt auf einen Kleinwagen. Darin sterben zwei Frauen. Jetzt steht der Fahrer des Geländewagens vor Gericht.

  • Die Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stralsund (dpa/mv) - Ein Autofahrer muss sich in Stralsund am Montag wegen eines Auffahrunfalls vor Gericht verantworten, bei dem zwei Frauen in einem Kleinwagen starben. Der heute 37 Jahre alte Mann aus Dänemark ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, wie das Amtsgericht mitteilte. Er soll im August 2018 mit seinem Geländewagen bei Tempo 130 bis 160 auf der A20 auf das Auto am Stauende aufgefahren sein. Der Kleinwagen war dadurch in die Luft geschleudert worden und auf dem Dach liegen geblieben.

Die Fahrerin und die Beifahrerin, 34 und 31 Jahre alt, starben am Unfallort. Sie stammten aus Rostock. Der Mann wurde nach Angaben von Amtsgerichtsdirektor Sascha Ott selbst erheblich verletzt und leidet unter schweren psychischen und physischen Folgen. Er habe gestanden, den Unfall verursacht zu haben.

Für die Verhandlung mit einem Strafrichter ist bisher nur ein Tag angesetzt, so dass noch am Montag mit einem Urteil gerechnet wird. Fahrlässige Tötung kann mit Geldstrafen bis hin zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren geahndet werden. Neben einem Dolmetscher ist Ott zufolge nur ein Sachverständiger der Dekra geladen, der den Unfallhergang untersucht hat.

Bei dem Unfall waren drei weitere Autos und ein Motorrad in- und aneinander geschoben worden. Der Motorradfahrer, eine 21 Jahre alte Autofahrerin und ihr Kind wurden dabei schwer verletzt.

Der Angeklagte stand zur Tatzeit nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Der Stau war an der Stelle bei Tribsees in Richtung Rostock entstanden, wo die Autobahn abgesackt war und der Verkehr umgeleitet wurde. Im Nachgang waren an der A20 weitere Warnschilder aufgestellt worden, die frühzeitiger auf die Baustelle hinwiesen.

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