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Mann wegen sexuellen Missbrauchs zu Haft verurteilt

17.07.2020 - Wegen des schweren sexuellen Missbrauchs seiner Tochter und eines weiteren Mädchens ist ein Mann vom Landgericht Stralsund am Freitag zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der heute 43-Jährige habe sich zwischen 2014 und 2017 acht Mal an seiner leiblichen Tochter vergangen, teilte Landgerichtssprecher Olaf Witt mit. Das Mädchen war damals zwischen 10 und 14 Jahren alt. 2018 habe er ein zu diesem Zeitpunkt siebenjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft missbraucht. Dem Kind muss er 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

  • Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Witt zufolge hat sich der Mann in dem Prozess nicht geäußert. Daher hatten die Mädchen vor Gericht aussagen müssen. Die Kammer sei zu der Überzeugung gekommen, dass die Mädchen die Wahrheit sagten und Erlebtes schilderten. Der nicht vorbestrafte Angeklagte habe wegen des fehlenden Geständnisses keine Strafmilderung erhalten. Dem Mann sei zudem ein erheblicher Vertrauensbruch zu seiner Tochter zur Last gelegt worden. Er habe ihr eingeredet, dass sie schlafwandle und eine zweite Persönlichkeit habe. Das Gericht nannte dies Psychoterror.

Zu dem Prozess war es gekommen, weil die 16-jährige Tochter, die inzwischen in Baden-Württemberg lebt, Ende vergangenen Jahres gegen den Vater Anzeige erstattete. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes war nach Angaben der Polizei das Spezialeinsatzkommando (SEK) MV hinzugezogen worden, weil bekannt gewesen sei, dass der Beschuldigte zur Reichsbürgerszene gehörte. Die Polizisten stellten Beweismittel wie Speichermedien und Computer sicher. Außerdem entdeckten sie eine Indoor-Hanfplantage mit Cannabis-Pflanzen, die zusammen mit 2000 Euro Bargeld beschlagnahmt wurden. In dem Prozess ging es aber nur um den sexuellen Missbrauch.

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