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Mecklenburg-Vorpommern: Zahl der Polizisten wächst langsam

06.08.2019 - Mecklenburg-Vorpommern will mehr Polizisten auf die Straße bringen. Die Finanzierung der zusätzlichen Stellen ist im Landeshaushalt verankert. Doch die Anwerbung der benötigten Vollzugsbeamten könnte schwieriger werden.

  • In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern ist 2018 erstmals seit vielen Jahren wieder gestiegen aber noch weit entfernt von den Zielgrößen, die Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gesetzt hat. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht, waren zu Beginn des Jahres 2019 landesweit 4791 Vollzugsbeamte im Dienst. Das waren 12 mehr als ein Jahr zuvor. Im Verlauf des Jahres 2018 wurden demnach 197 Beamte eingestellt. In den kommenden drei Jahren will das Land den Angaben zufolge jeweils 270 bis 290 neue Polizisten einstellen. Sie sollen in Pension gehende Beamte ersetzen und für den angestrebten Personalaufwuchs sorgen.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer äußerte sich skeptisch, dass die hoch gesteckten Ziele auch erreicht werden. Im Entwurf des Doppelhaushalts für 2020/21 seien 5590 Stellen eingeplant. Demnach müssten in den nächsten Jahren fast 800 neue Polizisten ausgebildet werden. «Die Landesregierung muss nun dringend ihre Bemühungen zur Anwerbung neuer Polizisten intensivieren. Hierzu gehört zuallererst, die Fachhochschule in Güstrow zu einer hochmodernen und besonders attraktiven Ausbildungsstätte auszubauen», forderte Kramer.

Eine Ministeriumssprecherin verwies auf die Zielstellung, die Stellenzahl bei der Landespolizei von zuletzt 5800 auf 6200 zu erhöhen. Diese Zahl schließe neben den Vollzugsbeamten aber auch angestellte Verwaltungsmitarbeiter und Spezialisten ein. Die Abkehr vom jahrelangen Personalabbau hatte Caffier damit begründet, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung mit mehr Uniformierten auf der Straße erhöhen zu wollen. Am 1. August hatten laut Ministerium in Güstrow knapp 150 Polizei-Anwärter ihre zweijährige Ausbildung begonnen. Das Land hatte 175 Stellen ausgeschrieben und konnte somit nicht alle besetzen.

Kramer verwies auch auf den wachsenden Krankenstand bei der Polizei. Den Angaben des Innenministeriums zufolge summierten sich die Krankentage im Jahr 2018 auf fast 187 500. Das waren knapp zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Im Schnitt fehlte jeder Beamte fast 40 Tage.

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