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Mecklenburg-Vorpommern geht am Freitag in die Sommerferien

18.06.2020 - Als erstes der 16 deutschen Bundesländer hat Mecklenburg-Vorpommern am Freitag den letzten Schultag vor den großen Ferien. Er ist wie so vieles in der Corona-Krise anders als in früheren Jahren.

  • In einem leeren Klassenzimmer eines Gymnasiums sind die Stühle hochgestellt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In einem leeren Klassenzimmer eines Gymnasiums sind die Stühle hochgestellt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem von der Corona-Krise geprägten Schuljahr sind die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die ersten, für die nach Schulschluss am Freitag (19.6.) die Sommerferien beginnen. Doch die Freude vieler Schüler und ihrer Eltern hält sich in diesem Jahr am letzten Schultag in Grenzen. Denn nach Einschätzung von Experten ist der Urlaub 2020 generell von Unsicherheit geprägt. Die Bundesregierung hob erst zum vergangenen Montag die Reisewarnungen für 28 europäische Länder auf. Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU gilt eine zeitnahe Aufhebung der Warnung als unwahrscheinlich.

«Mecklenburg-Vorpommern hat die Schönheiten der Natur mit seiner Ostseeküste und der Mecklenburgische Seenplatte zu Hause», sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Das konnten die Einheimischen in den vergangenen Wochen verstärkt feststellen, als noch alle Kontaktbeschränkungen galten. «Da trifft es sich gut, dass sich der Nordosten in den vergangenen Jahren zum Urlaubsziel Nr. 1 für Familien entwickelt hat.»

Seit dem 15. Juni ist eine zuvor geltende 60-Prozent-Belegungsgrenze in Beherbergungsbetrieben aufgehoben. Allerdings ist der Zugang in den Nordosten für Tagestouristen ohne Nachweis einer Reservierung in einem Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz weiterhin verboten. Das könnte für die Länder wichtig sein, in denen in den kommenden Wochen die Ferien beginnen. Als nächstes sind Brandenburg sowie Berlin und Hamburg am 25. Juni dran.

Dies sind gerade die Länder, deren Bewohner für Tagesausflüge in den Nordosten in Frage kommen. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte zwar gesagt, dass das Land keine «Schlagbaumpolitik» betreiben werde. Aber trotzdem seien die Ordnungsämter aufgerufen, notfalls mit Unterstützung der Polizei für die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen.

Bayern mit dem 27. und Baden-Württemberg mit dem 30. Juli sind traditionell die Länder mit dem spätesten Ferienbeginn. Damit sind es in diesem Jahr letztlich nur vier Tage Ende Juli/Anfang August, an denen ganz Deutschland in den Sommerferien ist.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im vergangenen Jahr zufolge war eine Mehrheit von 53 Prozent gegen einen Einheitstermin. Knapp jeder dritte Bundesbürger fände es besser, wenn es gemeinsame Sommerferien für ganz Deutschland gäbe.

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