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Mehr Rechtsreferendare für Justiz in MV: Bedarf weiter hoch

23.06.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Das Werben des Landes um juristischen Nachwuchs unter anderem mit der Verbeamtung auf Widerruf und höherer Vergütung scheint zumindest in Teilen zu wirken. Wie das Justizministerium in Schwerin mitteilte, starteten 23 Referendare im Juni in Behörden Mecklenburg-Vorpommerns ihren Vorbereitungsdienst. Das seien acht mehr gewesen als im Sommer vorigen Jahres. Dennoch konnten bei weitem nicht alle Stellen für Nachwuchsjuristen besetzt werden. Insgesamt seien 77 Stellen ausgeschrieben gewesen, hieß es.

  • Das Gebäude des Landgerichts Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Gebäude des Landgerichts Schwerin. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wie die Mehrzahl der Bundesländer stellt Mecklenburg-Vorpommern zwei Mal pro Jahr Jura-Studenten nach dem ersten Staatsexamen ein. Doch würden bislang nur im Nordosten diese für die Zeit des zweijährigen Referendariats auch auf Widerruf verbeamtet. Damit verbunden ist laut Ministerium eine bessere Vergütung, die mit rund 1400 Euro monatlich auch höher liege als etwa in Hamburg.

Im Dezember, in dem es traditionell mehr Bewerber gebe, hätten 34 Jura-Studenten in Mecklenburg-Vorpommern ein Referendariat begonnen. Dabei sammeln junge Juristen Berufserfahrung in Behörden und bereiten sich auf das zweite Staatsexamen vor.

Mitte Juni schlossen 25 Absolventen im Nordosten ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst ab. «Wer heute die zweite juristische Staatsprüfung erfolgreich mit guter Note bestanden hat, braucht sich eigentlich um seine Zukunft kaum zu sorgen. Denn juristischer Nachwuchs wird in allen Bereichen händeringend gebraucht», betonte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU).

Wie viele Absolventen im Landesdienst eine Anstellung finden, könne noch nicht gesagt werden. Bewerbungsgespräche liefen, hieß es. Der Bedarf ist auf jeden Fall hoch. Gemessen an Verfahrenseingängen und -beständen fehlen Juristen an Gerichten und in Staatsanwaltschaften. Außerdem droht eine Pensionierungswelle die Situation noch zu verschärfen. Im Schnitt schieden jedes Jahr 25 Juristen aus ihren Ämtern.

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