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Mehr als vier Jahre Jugendstrafe nach Angriff mit Messer

09.07.2020 - Die nächtliche Verabredung von zwei Gruppen junger Männer eskaliert. Am Ende werden zwei Menschen durch Messerstiche zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ausgangspunkt des blutigen Konflikts soll ein Beziehungsstreit gewesen sein.

  • Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Schwerin einen 19-jährigen Schweriner zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Richter sahen es auch dank des Geständnisses des Angeklagten am Donnerstag als erwiesen an, dass der junge Mann im Januar bei einer verabredeten Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in Schwerin einem 18-Jährigen lebensgefährliche Stichverletzungen zufügte. Einem 19-jährigen, der dem anderen beistehen wollte, verletzte er ebenfalls an Händen und Armen. Hintergrund der Tat waren vermeintliche Beziehungsstreitereien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht ordnete außerdem an, den Angeklagten wegen seiner Drogen- und Alkoholsucht in einer geschlossenen Entziehungsanstalt unterzubringen. Die dort verbrachte Zeit wird auf die Haftstrafe angerechnet. Der Angeklagte hatte am Abend vor der Tat von einer Bekannten erfahren, dass diese in der Wohnung ihres Ex-Freundes noch Sachen untergestellt hatte. Außerdem gab das Mädchen an, von ihrem Ex-Freund geschlagen worden zu sein. Der Angeklagte nahm per Smartphone Kontakt zu dem Ex-Freund auf. Nach sich steigernden gegenseitigen Provokationen verabredete man sich zu einem nächtlichen Treffen - jeweils in Begleitung einiger Freunde.

Am Treffpunkt stach der Angeklagte wegen einer Verwechslung unvermittelt auf einen Bekannten des Ex-Freundes ein. Der ehemalige Freund des Mädchens wurde ebenfalls verletzt, als er eingriff. Nach Ansicht des Gerichts mussten die Angegriffenen mit einer Schlägerei rechnen, nicht aber mit dem Einsatz eines Messers. Der Angeklagte ist wegen ähnlicher Delikte vorbestraft. Erst zwei Monate vor der Tat war er nach 18 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen worden.

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