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Merkel und Orban erinnern an Grenzöffnung vor 30 Jahren

17.08.2019 - Am 19. August 1989 gab es an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich ein sogenanntes Paneuropäisches Picknick. Zu dem Zeitpunkt saßen Zehntausende ausreisewillige DDR-Bürger in Ungarn fest. Bald sollte sich ihr Schicksal wenden.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn. Foto: Virginia Mayo/AP/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn. Foto: Virginia Mayo/AP/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Budapest/Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban wollen am Montag (19. August) in der westungarischen Grenzstadt Sopron gemeinsam an die Grenzöffnung vor 30 Jahren erinnern. Am 19. August 1989 waren beim sogenannten Paneuropäischen Picknick unmittelbar an der Grenze zu Österreich rund 600 DDR-Bürger spontan in den Westen geflüchtet.

Die Massenflucht bei dem von zivilen Vereinen veranstalteten Picknick war der Vorlauf zur generellen Öffnung der ungarischen Westgrenze für Zehntausende in Ungarn festsitzende ausreisewillige DDR-Bürger. Dies war ein entscheidender Schritt zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989. Der Festakt am Montag mit Merkel und Orban findet in der Evangelischen Kirche in Sopron statt.

Mit ihrer Reise bringe die Kanzlerin ihre hohe Wertschätzung für den besonderen Beitrag zum Ausdruck, den Ungarn bei der Vollendung der Freiheit und Einheit Deutschlands geleistet habe, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Zugleich ist das Verhältnis zwischen Berlin und Budapest deutlich abgekühlt, nachdem der rechtskonservative Orban 2010 in Ungarn an die Macht gekommen war.

Merkel ist seit 2014 nicht mehr in dem Donauland gewesen. Deutschland stört sich vor allem an dem von Orban betriebenen Demokratieabbau sowie an Orbans europa-skeptischer und pro-russischer Haltung. Außerdem hat der Ungar in der Vergangenheit immer wieder gegen die Flüchtlingspolitik Merkels polemisiert.

Die Meinungsverschiedenheiten über die Migrationspolitik bestünden weiterhin fort, legte Regierungssprecher Seibert dar. Wie sehr das deutsch-ungarische Verhältnis derzeit leidet, zeigt sich nach Ansicht von Beobachtern auch darin, dass sich das gemeinsame Gedenken an die epochalen Ereignisse von 1989 auf einen Festakt mit Reden und ein bilaterales Gespräch beim Mittagessen beschränkt.

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