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Mieten bei Wohnungsunternehmen um 1,7 Prozent gestiegen

21.06.2020 - Auch bei kommunalen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften steigen die Mieten. Neubau und Unterhaltung würden immer teurer, sagt der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen.

  • Auf einem Anschreiben «Zustimmung zur Erhöhung der Miete» liegt ein Schlüsselbund. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einem Anschreiben «Zustimmung zur Erhöhung der Miete» liegt ein Schlüsselbund. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Mieter der großen Genossenschaften und gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zahlen aktuell im Schnitt 1,7 Prozent mehr Miete als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liege bei 5,30 Euro, teilte der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) nach einer Umfrage unter Mitgliedsunternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.

Dabei gebe es einen deutlichen Unterschied zwischen Stadt und Land, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. «Während die durchschnittliche Netto-Kaltmiete aller ehemaligen kreisfreien Städte 5,49 Euro pro Quadratmeter beträgt, liegt die Netto-Kaltmiete aller Landkreise mit 5,01 Euro pro Quadratmeter deutlich niedriger.»

Insgesamt seien die Mieten in Mecklenburg-Vorpommern die niedrigsten im ganzen Norden und stiegen nur in Höhe der Inflationsrate. «Da die Einkommen und Renten im gleichen Zeitraum stärker als die Mieten steigen, bleibt das Wohnen im Nordosten bezahlbar», sagte Breitner. Nach seinen Angaben verwalten die VNW-Mitgliedsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern 51 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes.

Breitner verwies zudem auf steigende Kosten für Neubau, Sanierung, Modernisierung und Unterhalt von Wohnraum. «Die Errichtung bezahlbarer Wohnungen in einem größeren Umfang wird schwieriger.» Die Grundstückskosten stünden dieser Entwicklung nicht nach. «Hier muss vor allem die Kommunalpolitik handeln», forderte Breitner. Preiswerte Grundstücke würden jenen Unternehmen helfen, die Wohnungen zu bezahlbaren Mieten anböten.

Dem Verband gehören in Mecklenburg-Vorpommern nach eigenen Angaben derzeit 69 Wohnungsgenossenschaften und 81 am Gemeinwohl orientierte Wohnungsgesellschaften an. Sie verwalten rund 274 000 Wohnungen. Im vergangenen Jahr investierten die VNW-Unternehmen den Angaben zufolge 446 Millionen Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung ihrer Wohnungen. Dies seien 32 Millionen Euro mehr als im Jahr 2018 gewesen. In diesem Jahr sollen die Investitionen auf 593 Millionen Euro steigen. Das wäre ein Plus von 33 Prozent. Der Leerstand liege bei 5,8 Prozent nach 5,9 Prozent im Jahr davor.

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