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Ministerium: Vorwürfe gegen Putenmastbetrieb werden geprüft

03.02.2021 - Nach Vorwürfen der Tierquälerei unter anderem in einem Putenmastbetrieb bei Goldberg (Ludwigslust-Parchim) wird nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums der Vorgang geprüft. Das Ministerium erwarte am Donnerstag Berichte von Veterinären, sagte ein Sprecher. Die Veterinäre hätten zwei Standorte im Landkreis Ludwigslust-Parchim überprüft, die mit dem entsprechenden Unternehmen im Zusammenhang stehen.

  • Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gänse stehen auf dem Hof eines Geflügelzüchters. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Tierschutz-Organisation Animal Rights Watch (ARIWA) hatte Videomaterial aus zwei Putenmastanlagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht, über die der «Spiegel» berichtet hatte. Demnach wurden die Puten gequält. Eine Strafanzeige sei gestellt worden, da aufgrund des Bildmaterials davon ausgegangen werden müsse, dass den Tieren aus Rohheit erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt wurden, hieß es.

Die nun überprüften Standorte des Betriebs im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden laut Ministerium zuletzt im Dezember 2020 beziehungsweise im Januar 2021 tierschutzrechtlich kontrolliert. Verstöße seien demnach nicht festgestellt worden.

Die Videoaufnahmen eines Mitarbeiters, der auf Tiere einschlage, seien erschreckend, teilte der Betreiber des Gutes Jäglitz GmbH und Co. Agrar KG Roddahn (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) mit. Der Mitarbeiter sei verwarnt und freigesetzt worden und nicht mehr für die Tierbetreuung zuständig. «Das gezeigte Fehlverhalten des Mitarbeiters macht uns in höchstem Maße betroffen und traurig», hieß es.

In Brandenburg war die Wiederbelegung der Ställe vorübergehend untersagt und an tierschutz- und tierseuchenrechtliche Auflagen gebunden worden. Die Auflagen sind laut dortigem Verbraucherschutzministerium mittlerweile erfüllt. Der erste Stall könne in dieser Woche wieder mit Küken belegt werden. Kontrollen seien verstärkt worden.

Das Veterinäramt des betroffenen dortigen Landkreises teilte mit, die Auswertung des Videomaterials nehme einige Zeit in Anspruch. Die letzten Kontrollen im entsprechenden Betrieb habe es am 6. und 9. November 2020 gegeben. Dabei seien keine Anzeichen für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt worden.

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