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Mordfall Leonie: Anwälte legen erneut Revision ein

04.03.2021 - Der Rechtsstreit um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) geht in eine weitere Runde. Wie ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg am Donnerstag mitteilte, legte die Verteidigung des zu lebenslanger Haft verurteilten Stiefvaters fristgerecht Revision gegen das am 25. Februar verhängte Urteil ein. Damit wird sich der Bundesgerichtshof (BGH) abermals mit dem Fall befassen.

  • Die Statue Justitia hält eine Waage. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue Justitia hält eine Waage. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bereits vor einem Jahr war der 29-Jährige wegen «Mordes durch Unterlassen» zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Auch damals hatte der Anwalt des Mannes Revision eingelegt. Die Richter in Karlsruhe bestätigten zwar das «äußere Tatgeschehen», hoben das Urteil aber in Teilen auf und ordneten die Überprüfung des Mordmotivs in einem neuen Verfahren an.

Der Stiefvater war danach erneut zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. «Das war ein Verdeckungsmord durch Unterlassen», hatte Richter Henning Kolf erläutert, der den Revisionsprozess leitete. Der 29-Jährige habe das Kind schwer misshandelt und verhindern wollen, dass sie über die Gewalttaten berichtet. Das Mädchen war am 12. Januar 2019 tot in der Wohnung der fünfköpfigen Familie gefunden worden. Die Verteidigung hatte auf sechs Jahre Freiheitsstrafe plädiert.

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