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Mordprozess um Leonie: Mutter und Ermittlerin als Zeugen

24.10.2019 - Neubrandenburg (dpa/mv) - Mit der Befragung der Mutter ist am Donnerstag am Landgericht Neubrandenburg der Mordprozess um den Tod der sechsjährigen Leonie fortgesetzt worden. Die 25-Jährige aus Torgelow (Vorpommern-Greifswald) wird erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit angehört. Die Schwurgerichtskammer erhofft sich weitere Angaben dazu, ob der angeklagte Stiefvater das Mädchen in den Wochen vor ihrem Tod misshandelt hat oder nicht. Außerdem ist erstmals eine Ermittlungsbeamtin als Zeugin geladen, die aus Vernehmungen des Angeklagten berichten soll. Der Mann schweigt bisher vor Gericht.

  • Der Gerichtssaal vor Beginn des Prozesses. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Gerichtssaal vor Beginn des Prozesses. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem 28-Jährigen wird Mord durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Er soll das Mädchen laut Anklage so misshandelt haben, dass es infolge der Verletzungen am 12. Januar starb. In Vernehmungen hatte der Angeklagte angegeben, Leonie sei an dem Tag eine Treppe im Hausflur hinabgestürzt. Die Retter wurden aber erst Stunden später gerufen. Ermittler bezweifeln, dass ein Treppensturz die gefundenen Verletzungen verursacht hat. Auch gegen die Mutter wird in dem Zusammenhang ermittelt, weil sie ebenfalls zu spät Hilfe geholt haben soll.

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