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Nach Anschlag von Halle Gespräche mit Jüdischen Gemeinden

18.10.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Nach dem antisemitischen Terroranschlag von Halle mit zwei Toten hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Gespräche mit den Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Noch in diesem Monat wolle er sich mit Vertretern treffen, sagte Caffier am Freitag im Landtag in Schwerin. Dabei soll es auch um die Sicherheit der Synagogen gehen. «Ich will, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland keine Angst haben müssen», sagte der Minister.

  • Ein Davidstern ist auf einer Glastür in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover K.d.ö.R zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Davidstern ist auf einer Glastür in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover K.d.ö.R zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Anschlag am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zeige eine neue Qualität rechtsextremen Terrors in Deutschland, erklärte Caffier. Es handele sich um die Gefahr durch selbstständig agierende Kleingruppen und Einzelpersonen, die sich unabhängig von politischen oder sonstigen organisatorischen Strukturen im Wohnzimmer am Laptop radikalisierten. «Eine solche Qualität rechtsextremen Terrors hat es in Deutschland bislang noch nicht gegeben.»

In der Debatte zu dem Anschlag von Halle kam es zu einem Schlagabtausch zwischen der AfD und Politikern anderer Fraktionen. AfD-Redner wiesen den Vorwurf der geistigen Brandstiftung ihrer Partei zurück. Der Angeordnete Ralph Weber erklärte, alle sollten sich von jeglicher Form von Gewalt distanzieren - egal, ob sie rechtsextremistisch, linksextremistisch oder islamistisch sei.

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