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Nach heißem Sommer und warmem Winter: Ausbreitung von Zecken

02.06.2019 - Zecken sind klein, schwarz und lauern meist im Gras auf ihre Opfer. Das können auch Menschen sein. Doch mit dem Blutsaugen ist es nicht getan, Zecken sind auch Überträger von Krankheiten.

  • Eine Zecke krabbelt über die Hand eines Mannes. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Zecke krabbelt über die Hand eines Mannes. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Der Infektiologe an der Universitätsmedizin Rostock, Emil Reisinger, rechnet damit, dass sich nach dem heißen Sommer 2018 und dem darauffolgenden warmen Winter die Zecken in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbreiten. Zecken sind Überträger von Viren, die die Hirnentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auslösen und von Bakterien, die für Entzündungen im ganzen Organismus verantwortlich sind. «Im Nordosten sind Bakterienerkrankungen durch Borrelien häufig, wir sind jedoch kein Risikogebiet für die FSME», sagte Reisinger der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch sei damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Krankheitsfälle erhöhen werde, da mit der Zahl der Zecken auch die mit Keimträgern proportional steige.

In ganz Deutschland waren 2018 laut Robert Koch-Institut überdurchschnittlich viele Menschen an FSME erkrankt. Mit 583 gemeldeten FSME-Fällen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2006 mit 546 überschritten. Zudem gab es bei den Risikogebieten einen Sprung nach Norden. Dabei seien die FSME-Fallzahlen für Mecklenburg-Vorpommern noch sehr gering. Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales wurde zwischen 2015 und 2018 im Nordosten nur jeweils ein FSME-Fall pro Jahr registriert. Die Betroffenen hätten sich außerhalb von MV infiziert.

Die Zahlen für die Bakterien-Krankheit Borreliose sind ungleich höher. 2018 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 852 Fälle registriert, 2017 waren es 1091. «In jedem Sommer finden wir diese Patienten meist mit großflächigen Hautrötungen in den Ambulanzen», sagte Reisinger.

Bei früheren Untersuchungen in MV sei festgestellt worden, dass in vereinzelten Gebieten 2,6 Prozent der Zecken für das FSME-Virus positiv waren. Gleichzeitig hätten bis zu zehn Prozent der Zecken die Bakterien (Borrelien) in sich getragen. Daher riet der Mediziner, auch in Mecklenburg-Vorpommern bei Wanderungen im Wald oder durch hohes Gras die Socken über das Hosenbein zu ziehen. Auch von Mückenschutzmitteln würden sich Zecken abschrecken lassen.

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