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Nachfrage nach Kleingärten um ein Drittel gestiegen

23.02.2021 - Auf die Parzelle, fertig, los: In der Corona-Krise hat das Interesse am Kleingarten stark zugenommen. Vor allem in den Städten ist die Nachfrage groß. Jetzt im Frühjahr entdecken besonders viele Menschen den Laubenpieper in sich.

  • Eine Kleingartenanlage. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Kleingartenanlage. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Pandemie mit Lockdowns und eingeschränkten Reisemöglichkeiten treibt die Nachfrage nach Kleingärten in Mecklenburg-Vorpommern an. Im vergangenen Jahr sei sie um etwa ein Drittel im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes des Gartenfreunde, Robert Kröger, der Deutschen Presse-Agentur. Einige Vereine mussten demnach Wartelisten anlegen. «Das hatten wir gar nicht mehr gekannt», sagte Kröger.

«Allerdings ist der Trend zum eigenen Garten sowieso schon ansteigend gewesen.» In den letzten Jahren wüssten zunehmend junge Familien mit Kindern einen Kleingarten sehr zu schätzen, um den Kleinen etwa zu zeigen, wie eine Möhre wächst. Auch das Wissen, dass daran kein Kunstdünger sei, spiele eine Rolle. Dieser Trend habe auch den ländlichen Raum erfasst, wo es seit den 1990er Jahren viel Leerstand gegeben habe, als die Menschen der Arbeit hinterzogen. «Der Trend hat sich wahrscheinlich durch Corona noch verstärkt», sagte Kröger. «Wir werden dieses Jahr sehen, ob das so weiter fortschreitet.»

Die Nachfrage nach Kleingärten ist nach Krögers Erfahrung ab März am größten. Wer sich für eine Parzelle interessiert, dem empfiehlt er, einmal durch eine Anlage zu spazieren. «Wenn einem das gefällt, gibt es in der Regel einen Schaukasten mit einem Ansprechpartner. Oder man fragt einen Gartenfreund, ob es freie Gärten gibt.» Einige Kreisverbände haben auch Gartenbörsen im Internet, etwa in Rostock. Dort überwiegen aktuell die Suchanzeigen.

Während in Städten wie Rostock, Schwerin, Stralsund, Wismar und Greifswald das Angebot an Kleingärten bereits begrenzter sei, gebe es im ländlichen Raum mehr freie Parzellen. Nachfragen könnten aber auch in den Städten meist erfüllt werden, wenn man ein bisschen kompromissbereit sei. «Wenn man unbedingt in Rostock-Warnemünde einen Kleingarten will, ist das schwierig», sagte Kröger. Sei man bereit, eine Parzelle in einem anderen Stadtteil zu nehmen, klappe das schon eher. Immer wieder gäben ältere Gartenfreunde ihre Kleingärten auf.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Schätzung von Robert Kröger etwa 80 000 Kleingärtner. Von ihnen seien rund 62 000 im Landesverband in rund 1000 Vereinen organisiert.

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