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Nebenbuhler-Prozess: Verteidigung bittet um mildes Urteil

11.12.2019 - Blind vor Eifersucht soll ein junger Mann seinen vermeintlichen Nebenbuhler so geschlagen und getreten haben, dass dieser wochenlang intensivmedizinisch behandelt werden musste. Dafür muss er nun voraussichtlich für mehrere Jahre ins Gefängnis.

  • Das Schild am Rostocker Landgericht. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Schild am Rostocker Landgericht. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Im Rostocker Prozess um den lebensbedrohlichen Angriff eines Mannes auf einen vermeintlichen Nebenbuhler hat die Verteidigung in ihrem Plädoyer um ein mildes Urteil gebeten. Ein konkretes Strafmaß nannte die Rechtsanwältin am Mittwoch im Landgericht nicht. Der 22 Jahre alte Mann hatte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Mitte Mai in der Wohnung seiner Freundin auf den 23 Jahre alten vermeintlichen Nebenbuhler eingeschlagen und eingetreten und ihm dabei schwerste Schädel- und Hirnverletzungen zugefügt. Er musste wochenlang intensivmedizinisch behandelt werden.

Der Angeklagte hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er sprach sein Bedauern über die Tat aus. Laut Anklage war er am Tattag gewaltsam in die Wohnung seiner Freundin eingedrungen und habe sofort auf den anderen Mann mit Fäusten eingeschlagen. Dabei soll er ein Messerknauf in der Faust gehalten haben, um die Schlagwirkung zu verstärken. Das Opfer sei zu Boden gegangen und bewusstlos liegengeblieben. Der Angeklagte habe den am Boden Liegenden dann ins Gesicht und gegen den Kopf getreten.

Die Verteidigung erwähnte in ihrem Plädoyer die schwierige Kindheit und das problematische Elternhaus des Angeklagten. Das Urteil soll am kommenden Donnerstag gesprochen werden.

Ursprünglich lautete die Anklage auf versuchten Mord, die Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche aber auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit Körperverletzung und Beleidigung plädiert. Sie begründete dies damit, dass die für einen Mordvorwurf nötigen niedrigen Beweggründe nicht ausreichend gegeben waren und forderte eine Haftstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten. Der Rechtsbeistand des Opfers sah in der Tat dagegen einen versuchten Mord und forderte acht Jahre Haft und zusätzlich ein Schmerzensgeld in Höhe von 50 000 Euro.

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