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Neue Regeln für Studienplatzvergabe

17.10.2019 - Die geplante Landarztquote für das Medizinstudium in MV erfordert umfangreiche Vorarbeiten. Der Landtag ist gefordert.

  • Studierende sitzen in einem Hörsaal in einer Vorlesung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Studierende sitzen in einem Hörsaal in einer Vorlesung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Universitäten bekommen neue Regeln für die Vergabe von Studienplätzen in den Fächern Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Mit dem neuen Hochschulzulassungsgesetz, das der Landtag am Donnerstag beschlossen hat, setzt er Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 um. So sollen die Studienplätze künftig stärker nach Eignung der Bewerber vergeben werden, Wartesemester entfallen.

Das Gesetz soll auch die Einführung einer Landarztquote für das Medizinstudium im Nordosten ermöglichen. Wer sich verpflichtet, für mindestens zehn Jahre im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns zu arbeiten, soll künftig einen Studienplatz ohne Spitzen-Abitur bekommen können. Jeder zehnte Medizin-Studienplatz in MV soll nach Vorstellung der Landesregierung von Herbst 2021 an für angehende Landärzte reserviert werden. Auch Athleten, die in einem Olympiastützpunkt im Nordosten trainieren und deshalb an Mecklenburg-Vorpommern als Studienort gebunden sind, sollen bevorzugt Studienplätze erhalten.

Zur Einführung der Landarztquote wird gegenwärtig noch ein weiteres Gesetz vorbereitet, das «Gesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern». Die Landesregierung hat den Entwurf im September auf den Weg gebracht. Zunächst wird er Expertenverbänden vorgelegt, danach soll er in den Landtag kommen.

Hintergrund für die geplante Landarztquote ist der sich abzeichnende Mangel an Hausärzten in den kommenden Jahren, besonders im ländlichen Raum. In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gegenwärtig rund 1200 Hausärzte. Gut ein Drittel (35 Prozent) von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahre alt und gehen voraussichtlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand. Jährlich beginnen 400 junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ein Medizinstudium.

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