Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Nord-Stream-2 soll trotz Sanktionen weiter gebaut werden

21.12.2019 - Moskau (dpa) - Das Betreiberkonsortium der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 will das Projekt trotz der US-Sanktionen fertigstellen. «Die Nord Stream 2-Pipeline ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Versorgungssicherheit», teilte das Unternehmen am Samstag mit. «Zusammen mit unseren Partnerfirmen arbeiten wir an der schnellstmöglichen Fertigstellung des Projektes.» Wie dies laufen soll, sagte ein Sprecher auf Anfrage zunächst nicht.

  • Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Luftaufnahme mit einer Drohne). Foto: Bernd Wüstneck/dpa © dpa...

    Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Luftaufnahme mit einer Drohne). Foto: Bernd Wüstneck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die vom US-Kongress beschlossenen Strafmaßnahmen per Unterschrift in Kraft gesetzt. Die USA versuchen, den Fertigbau auf den letzten Metern noch zu verhindern. Washingtons «Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit» zielt auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Leitungsrohre durch die Ostsee verlegt werden.

Die am Projekt beteiligte Schweizer Firma Allseas kündigte an, den Pipeline-Bau auszusetzen. US-Politiker hatten der Firma mit «potenziell vernichtenden» Sanktionen gedroht, sollte sie die Pipeline fertigbauen.

Es wird erwartet, dass der Bau der Leitung nun teurer wird und sich verzögert, weil Russland keine eigenen Spezialschiffe für solche Arbeiten hat und Ersatz suchen muss. Kremlchef Wladimir Putin hatte zudem Gegenmaßnahmen auf die US-Sanktionen angekündigt.

Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an Gas von Russland nach Deutschland liefern. Bislang wurden nach Angaben des Nord-Stream-2-Konsortiums mehr als 2100 Kilometer des Doppelstrangs in der Ostsee verlegt. Rund 300 Kilometer fehlen noch.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren