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Nord-Wirtschaft: Jedem fünften Unternehmen droht Insolvenz

30.03.2020 - Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus könnte eine Schneise der Verwüstung durch die norddeutsche Wirtschaft ziehen. Beinahe jedes fünfte Unternehmen in den Küstenländern sieht sich nach einer Umfrage gegenwärtig von einer Insolvenz bedroht, teilte die IHK Nord am Montag in Hamburg mit. Damit liege der Norden genau im ähnlich gravierenden Bundestrend.

  • Ein Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Foto: picture alliance / Monika Skolimowska/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Foto: picture alliance / Monika Skolimowska/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von rund 4500 Unternehmen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gaben drei Viertel an, dass sie Umsatzrückgänge von mehr als zehn Prozent für das Geschäftsjahr 2020 erwarten. Mit Einbußen von mehr als 50 Prozent für den Umsatz rechnen über alle Branchen hinweg sogar rund ein Viertel der Unternehmen. Fast die Hälfte der Unternehmen erwartet einen teilweisen bis kompletten Stillstand der geschäftlichen Tätigkeit.

92 Prozent der befragten Unternehmen in Norddeutschland spüren demnach durch das Coronavirus negative Auswirkungen auf die Geschäfte. 61 Prozent der Unternehmen gehen aktuell von einem gleichbleibenden Personalbestand aus, aber mehr als jedes dritte Unternehmen (37 Prozent) erwartet einen Personalabbau. Soforthilfen in Form von Zuschüssen sind dabei aus Sicht von drei Viertel der befragten Unternehmen in der Krise von hoher Relevanz, rund 60 Prozent nennen Steuerstundungen oder die Herabsetzung von Vorauszahlungen als weitere hilfreiche Maßnahmen. Das Kurzarbeitergeld wird von 60 Prozent der Unternehmen als wichtige Unterstützungsmaßnahme genannt.

Die IHK Nord begrüße daher das schnelle und aktive Vorgehen der norddeutschen Bundesländer für die betroffenen Unternehmen. «Wir hoffen auf eine weitere positive Wirkung der stabilisierenden Maßnahmen wie dem Kurzarbeitergeld und weitere rasche, unbürokratische Unternehmenshilfen. Bedarf und Dramatik sind groß», sagte Janina Marahrens-Hashagen, die Vorsitzende der IHK Nord, einem Zusammenschluss von zwölf norddeutschen Industrie- und Handelskammern.

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