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Opfer soll in Rostocker Prozess um Geiselnahme aussagen

09.08.2019 - Rostock (dpa/mv) - Im Prozess gegen zwei Männer, die einen Gartennachbarn über Stunden misshandelt und gequält haben sollen, soll am Freitag das Opfer im Rostocker Landgericht gehört werden. Der 39-Jährige soll von den beiden Angeklagten im März in einer Gartenanlage in Lalendorf (Landkreis Rostock) über zwei Stunden lang mit Fäusten und einem Axtstiel geschlagen worden sein, hieß es bei der Verlesung der Anklage am Mittwoch. Der Mann musste sich ausziehen und nackt Holz hacken, gefilmt von einem der mutmaßlichen Täter. Durch die Schläge erlitt er schwere Verletzungen, darunter ein Schädelhirntrauma und Gesichtsfrakturen und lag mehrere Tage auf der Intensivstation.

  • Das Schild am Landgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Schild am Landgericht Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die 35 und 63 Jahre alten Angeklagten hatten die Taten teilweise eingeräumt, sich jedoch gegenseitig belastet. Andere Vorwürfe hatte der Jüngere zurückgewiesen. So habe er dem Mann entgegen der Anklage nicht gedroht, ihm mit einer Kettensäge die Beine abzusägen und ihn auch nicht beraubt. Der 63-Jährige hatte einen Schlag gegen den Mann eingeräumt, will das Geschehen dann aber verlassen haben, um Bier zu kaufen.

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