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Pegel will soziale Entmischung von Wohngebieten stoppen

27.02.2020 - Greifswald (dpa/mv) - Die soziale Entmischung von Wohngebieten geht in Mecklenburg-Vorpommern schneller als erwartet. «Gutverdiener konzentrieren sich in den einen Quartieren, die daraufhin oft für niedrigere Einkommen nicht mehr erschwinglich sind», sagte Infrastrukturminister Christian Pegel am Donnerstag. Menschen mit kleineren Einkommen gingen in andere Stadtteile. Pegel will dazu auf einer landesweiten Dialogtour mit Bürgern, Stadtplanern, Wohnungsunternehmen und Politikern ins Gespräch kommen. Die erste von zehn Stationen ist am kommenden Mittwoch Greifswald.

  • Christian Pegel (SPD), der Bau- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, gestikuliert. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Pegel (SPD), der Bau- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, gestikuliert. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir kennen diesen Kreislauf seit langem aus großen Städten, insbesondere München, Hamburg und Berlin. Dass Schwerin, Greifswald, Rostock und zunehmend Tourismus-Hotspots wie Kühlungsborn und Usedom ebenfalls davon betroffen sind, hat uns in der Intensität durchaus überrascht», erklärte Pegel unter Verweis auf Studien des Sozialwissenschaftlers Marcel Helbig von der Universität Erfurt. Der Professor für Bildung und soziale Ungleichheit werde am 4. März dabei sein. Pegel will den fortschreitenden Prozess nicht hinnehmen.

Bewusst müssten einzelne Stadtteile aufgewertet werden durch gute Schulen, Freizeitangebote, gute Verkehrsanbindungen, gut bezahlte Jobs und den Bau neuer Wohnungen für Nutzer mit unterschiedlichen Einkommen. Alternativen für Gutverdiener könnten auch neu gebaute hochwertige Wohnungen außerhalb der direkten Innenstadtlage und auch in Plattenbaugebieten sein, wenn das Umfeld stimmt, sagte Pegel. Seit 2017 fördere das Land auch wieder verstärkt den sozialen Wohnungsbau in begehrten Lagen.

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