Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Phosphor in der Ostsee: Forscher präsentieren Maßnahmen

18.09.2019 - Obwohl die EU seit vielen Jahren auf eine Besserung drängt, gelangt zu viel Phosphor in die Ostsee. Bisherige Maßnahmen haben nicht genug gebracht. Nun haben Forscher in Rostock Maßnahmen vorgestellt, die die Phosphorbelastung deutlich verringern sollen.

  • Eine Wissenschaftlerin untersucht verschiedene Stoffe in einem Labor. Foto: Adam Warzawa/epa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Wissenschaftlerin untersucht verschiedene Stoffe in einem Labor. Foto: Adam Warzawa/epa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa) - Forscher unter anderem des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW) und der Universität Rostock haben einen Katalog zur Reduzierung der Phosphorbelastung in Warnow und Ostsee vorgelegt. Untersuchungen hätten vor allem drei wichtige Maßnahmen ergeben, sagte Projekt-Koordinator Günther Nausch am Mittwoch in Rostock-Warnemünde. Dazu zähle die Sanierung mehrerer Seen, die Phosphor an die Warnow abgeben. Zudem müsse die Technik kleiner Klärwerke so ausgebaut werden, dass Phosphor effizienter zurückgehalten werde. Auch landwirtschaftliche, teils marode Drainagesysteme im Wassereinzugsgebiet des Flusses seien eine Phosphorquelle. Sie müssten saniert und mit Filtern ausgestattet werden.

Phosphor ist ein wichtiger Dünger in der Landwirtschaft, wird dem IOW zufolge jedoch teilweise von den Anbauflächen in Gewässerökosysteme geschwemmt. Ein Großteil erreiche das Meer, wo zu große Phosphormengen erhebliche Umweltprobleme verursachen können. Übermäßiges Wachstum von Phytoplankton führe zur Erhöhung der Wassertrübung sowie zu mitunter giftigen Algenblüten, zu akutem Sauerstoffmangel durch deren Zersetzung und damit auf lange Sicht zu einem Verlust der Artenvielfalt.

In dem vom Bund geförderten Projekt mit dreijähriger Laufzeit wurde den Angaben zufolge erfasst, an welchen Stellen der Nährstoff in die Warnow gelangt und wo er sich absetzt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien wichtig, um etwa die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Ostseeaktionsplans zu erfüllen.

In Mecklenburg-Vorpommern erreichen demnach 97 Prozent der Fließgewässer, 82 Prozent der Seen und 100 Prozent der Küstengewässer den angestrebten guten ökologischen Zustand nicht. Neben dem IOW und der Universität Rostock waren an dem Projekt das Institut für ökologische Forschung und Planung GmbH «biota» und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg beteiligt.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren