Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Drei Jahre und zehn Monate Haft für Drogenhändler

12.02.2020 - Im Drogenprozess am Landgericht Schwerin gesteht der Angeklagte und gibt Insider-Wissen preis. Das ermöglichte die Festnahme eines mutmaßlichen Zwischenhändlers im Harz.

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Wegen bandenmäßigen Drogenhandels hat das Landgericht Schwerin einen 36 Jahre alten Mann zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann zusammen mit vier Komplizen im Jahr 2018 rund 80 Kilogramm Marihuana bei einem Zwischenhändler im Harz gekauft und in Wismar weiterverkauft hat. Strafmildernd wirkten sich vor allem das Geständnis des Angeklagten sowie seine Angaben zu Mittätern aus. Sie sind bereits verurteilt oder angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate Haft beantragt, der Verteidiger drei Jahre und neun Monate.

Der Angeklagte, der nach eigenen Angaben studierter Wirtschaftsingenieur ist, hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, an zwei Beschaffungsfahrten nach Osterode im Harz beteiligt gewesen zu sein. Im ersten Fall transportierte die Bande demnach 50 Kilogramm Marihuana in Koffern verstaut in einem Fernreisebus nach Wismar, da der ursprünglich angeheuerte Fahrer kurzfristig von der Tat Abstand genommen hatte. Bei einer weiteren Fahrt wurden 30 Kilogramm der Droge in einem Auto an die Ostseeküste gebracht.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 36-Jährigen zwei weitere Ankäufe über insgesamt 36 Kilogramm zur Last gelegt, die Anklage in diesen Punkten aber nicht aufrechterhalten. Ob der Mann an den Verkaufserlösen beteiligt wurde, konnte das Gericht nicht feststellen. Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wird Marihuana in der Regel für sieben bis zehn Euro pro Gramm im Straßenverkauf abgegeben.

Das Gericht ging bei der Strafzumessung von einem sogenannten minderschweren Fall aus. Anderenfalls hätte der Angeklagte mit etwa acht Jahren Haft rechnen müssen, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung. Die Höchststrafe für bandenmäßigen Drogenhandel beträgt 15 Jahre Gefängnis. Nach seiner Festnahme lieferte der Angeklagte den Ermittlern jedoch Details zu den Taten seiner vier Komplizen, die inzwischen zu Strafen zwischen zwei Jahren Haft auf Bewährung und vier Jahren Haft verurteilt wurden. Dank der Aussagen des Angeklagten konnte laut Staatsanwaltschaft zudem der Zwischenhändler im Harz in Untersuchungshaft genommen und angeklagt werden.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren