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Polizist wegen illegalen Waffenbesitzes vor Gericht

06.11.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Wegen illegalen Waffenbesitzes muss sich ein Polizist und ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Mecklenburg-Vorpommern vom 20. November an vor dem Landgericht Schwerin verantworten. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, unberechtigt Munition, Waffen und explosionsgefährliche Stoffe gesammelt und gelagert zu haben, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Anklage listet gegen den Mann mit mutmaßlichen Kontakten in die rechte Prepper-Szene Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz auf. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen Marko G. bis zu fünf Jahre Haft.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Zuge einer Razzia gegen die rechte Prepper-Gruppe «Nordkreuz» in Mecklenburg-Vorpommern waren den Ermittlungen zufolge bei ihm Waffen unter anderem aus Beständen der Polizei und der Bundeswehr gefunden worden. Der 49-Jährige, der Waffenbesitzkarten besaß, hatte diverse Waffen nicht ordnungsgemäß und unverschlossen gelagert. Daraufhin wurden ihm laut Gericht sämtliche Waffenbesitzkarten entzogen und die gefundenen Waffen und Munition beschlagnahmt.

Über das Verbot soll sich der Angeklagte hinweggesetzt und sich erneut Waffen und Munition beschafft haben. «So sollen bei einer erneuten Durchsuchung des Wohnhauses und eines Bungalows des Angeklagten am 12. Juni 2019 zahlreiche Waffen, circa 31 000 Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers sowie zahlreiche Sprengkörper aufgefunden worden sein», erklärte das Gericht. Nach dem Fund war darüber spekuliert worden, dass Teile der Munition bei Schießübungen des SEK abgezweigt worden sein könnten.

Der Angeklagte ist den Angaben des Gerichts zufolge seit 1999 im Landesdienst der Polizei, war seit 2004 im Spezialeinsatzkommando und unter anderem als Präzisionsschütze und Schießtrainer tätig. Er wurde inzwischen vom Dienst suspendiert. Nach der Razzia im Juni kam er in Untersuchungshaft. Gegen drei weitere Männer, die auf freiem Fuß sind, laufen Ermittlungen.

Der 49-Jährige hatte den Ermittlern zufolge über eine Chatgruppe mit dem Namen «Nord», der er im Dezember 2015 beigetreten sein soll, Kontakt zur rechten «Nordkreuz»-Preppergruppe. Gegen diese Gruppe hatte die Bundesanwaltschaft wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat Ermittlungen eingeleitet. Die Chatgruppe soll zu einem Netzwerk von Personen gehören, das sich nahezu über das gesamte Bundesgebiet erstreckt haben soll. «Das Netzwerk soll sich als Interessengemeinschaft verstanden haben, die sich bei einem sogenannten Krisenfall, dem «Tag X», gegenseitige Hilfe versprach und hierfür Vorbereitungen traf», erklärte das Landgericht.

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