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Prozess nach Mordversuch an Ex-Freundin aus Eifersucht

27.08.2020 - Wegen versuchten Mordes an seiner Ex-Freundin muss sich ein 41-Jähriger seit Donnerstag vor dem Landgericht Rostock verantworten. Er habe sich in seiner Ehre verletzt und in seinen vermeintlichen Besitzansprüchen beschnitten gefühlt, sagte die Staatsanwältin bei der Verlesung der Anklage. Das 38 Jahre alte Opfer hatte sich zwei Monate zuvor von dem Angeklagten wegen dessen vollkommen überzogener Eifersucht getrennt. Seitdem habe er die Frau ständig verfolgt und beobachtet. (Az.: 13 Ks 109/20)

  • Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Anklage suchte er sie am 1. März in ihrer Rostocker Wohnung auf, um sie wegen des Besuchs einer Faschingsfeier am Abend zuvor zur Rede zu stellen. Dabei sei er immer mehr in Wut geraten und habe beschlossen, sie zu töten. Erst habe er versucht, die Frau mit einem Brotmesser zu verletzen, dann stieß er sie aus dem Fenster rund drei Meter tief in den Hinterhof des Hauses. Dort griff er sie erneut mit dem Messer an.

Das Opfer erlitt unter anderem Verletzungen an der Wirbelsäule sowie tiefe Schnitte am Hals, an den Händen und Armen. Ein Nachbar konnte ihn erst durch einen Schlag mit einem Brecheisen von weiteren Stichen und Schlägen abhalten. Nur einem Zufall sei es zu verdanken, dass die Frau gerettet werden konnte, so die Staatsanwältin.

Der Angeklagte will sich am nächsten Verhandlungstag am kommenden Dienstag zu den Vorwürfen äußern, wie er sagte. Das Gericht wies ihn darauf hin, dass ihm unter gewissen Umständen nach einer Haftstrafe eine Sicherungsverwahrung droht. Ein Urteil könnte Ende September fallen.

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