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Rechte Jugendgruppe in Kleinstadt: Auswertung dauert Monate

27.02.2020 - Burg Stargard (dpa) - Wegen Hakenkreuz-Graffitis, «Sieg Heil»-Rufen und des Abspielens von rechtsextremer Musik in einer Kleinstadt ermittelt die Polizei gegen eine Gruppe von Jugendlichen - die Auswertung der Vorwürfe dürfte nach Angaben der Polizei Monate in Anspruch nehmen. Den fünf Verdächtigen im Alter von 14 bis 17 Jahren werden nach derzeitigem Stand mindestens 18 politisch motivierte Taten in der Kleinstadt Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) zur Last gelegt - insbesondere Sachbeschädigungen.

  • Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wie eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg am Donnerstag sagte, müssen die am Mittwoch bei Durchsuchungen beschlagnahmten Speichermedien, Laptops und Smartphones im Auftrag des Staatsschutzes durch Spezialisten ausgewertet werden. Etwa 30 Beamte hatten die «sieben Wohn- und Aufenthaltsorte» der Familien durchsucht. Dabei wurden etwa Spraydosen gefunden. Die Eltern seien «zum größten Teil erschrocken und sehr bestürzt» über das mutmaßliche Treiben ihrer Sprösslinge.

Die Gruppe soll unter anderem im Dezember 2019 auf sechs Metern Länge ein Hakenkreuz, eine SS-Rune und «Sieg Heil» an die Wand einer Schule gesprüht haben. Ein Mitarbeiter beseitigte die Schmiererei, der Schaden wurde mit 600 Euro angegeben.

Wegen der Häufung der Fälle seit Sommer 2019 hatte die Polizei ein Konzept mit mehr Streifen und vorbeugenden Maßnahmen entwickelt, um weitere Straftaten zu verhindern. Nach umfangreichen Ermittlungen geriet die Gruppe in den Fokus.

Eine «enge Verbindung» zu einer vor Jahren sehr aktiven NPD-Gruppe aus Burg Stargard sei nicht gefunden worden. Inwieweit sich die Jugendlichen zu den Vorwürfen geäußert haben, wollte die Polizei mit Verweis auf Jugendschutz nicht mitteilen. Eine weitere Befragung soll es geben, wenn die Speichermedien ausgewertet sind.

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