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Reinemachen an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten

20.09.2020 - Plastikmüll in den Meeren gefährdet Tiere, Pflanzen und den Menschen. Schätzungen zufolge treiben in den Ozeanen viele Millionen Tonnen.

  • Mitglieder vom BUND/Jugend (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) halten während einer Müllsammel-Aktion anlässlich des «World Cleanup Days» Müllsäcke am Strand in die Höhe. Foto: Mohssen...

    Mitglieder vom BUND/Jugend (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) halten während einer Müllsammel-Aktion anlässlich des «World Cleanup Days» Müllsäcke am Strand in die Höhe. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

An den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns waren am Samstag viele Helfer unterwegs, um die Strände von Müll zu befreien. Allein in Prora auf Rügen hatten fast ein Dutzend Freiwillige unzählige Plastikteile, Angelschnüre, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aufgelesen und in blaue Mülltüten gestopft. «Wir erwarten Erkenntnisse darüber, wie viel Müll hier pro Jahr angespült wird und was genau angespült wird», sagte Organisatorin und Nabu-Mitglied Birger Buhl der Deutschen Presse-Agentur am Samstag im Binzer Ortsteil Prora. Zahlen über die in Mecklenburg-Vorpommern gesammelte Müllmenge lagen zunächst nicht vor.

Anlass der Aktionen war der internationale Küstenputztag. Zahlreiche Organisationen und Kommunen hatten die Menschen im ganzen Norden zur Teilnahme aufgerufen. Den Küstenputztag gibt es dem Naturschutzbund Nabu zufolge seit mehr als 30 Jahren. 2019 waren an deutschen Küsten, Ufern und Seen mehr als 4600 Kilogramm Müll eingesammelt worden.

Vergangene Woche musste die Bundesregierung einräumen, dass ein Ziel im Kampf gegen die Vermüllung von Nord- und Ostsee nicht erreicht wurde. Nach der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie von 2008 sollte ein «guter Umweltzustand» in den EU-Meeren bis 2020 erreicht werden. Hinsichtlich des Aspekts «Müll im Meer» bedeute dies, dass «die Eigenschaften und Mengen der Abfälle im Meer (...) keine schädlichen Auswirkungen auf die Küsten- und Meeresumwelt» haben. «Dieses Ziel wird verfehlt», hieß es von der Bundesregierung.

Jedes Jahr sterben unzählige Meerestiere an den Folgen der Plastikverschmutzung der Natur. Tausende Arten sind, wie die Kleine Anfrage zeigt, betroffen: 94 Prozent der an Stränden der deutschen Nordsee tot aufgefundenen Eissturmvögel haben Kunststoffe im Magen. 97 Prozent der Nester von Basstölpeln auf Helgoland enthalten Kunststoffe. «Das Ausmaß der Vermüllung ist dabei seit über einem Jahrzehnt unverändert hoch», sagte Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion.

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