Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Reiseveranstalter und -büros demonstrieren vor Staatskanzlei

29.04.2020 - Von allen Seiten prasseln in der Corona-Krise die Öffnungswünsche auf die Landespolitiker ein. Jetzt wollen Reiseveranstalter und Reisebüros vor der Staatskanzlei auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen.

  • Ein Radfahrer fährt am Schaufenster eines Reisebüros vorbei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Radfahrer fährt am Schaufenster eines Reisebüros vorbei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Rufe nach Normalisierung in der Corona-Krise werden angesichts niedriger Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern immer lauter und vielfältiger. Heute wollen bis zu 50 Vertreter von Reiseveranstaltern und Reisebüros vor der Staatskanzlei demonstrieren und auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. Mehr Teilnehmer sind wegen der geltenden Corona-Abstandsregeln nicht zugelassen. Es ist eine von mehreren Dutzend Demonstrationen bundesweit.

Am Dienstag forderten die Industrie- und Handelskammern im Nordosten von der Landesregierung eine belastbare Planungsperspektive für Wege aus dem Corona-Shutdown. Der Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV, Wolfgang Blank, appellierte an die Politik, ein mehrstufiges Phasenkonzept zu entwickeln. Man müsse dabei von pauschalen Branchenbeschränkungen wegkommen. Die Politik sollte klare medizinische Vorgaben und Hygieneregeln formulieren. «Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen, dass diese Regeln erfüllen kann, ein Recht auf Öffnung haben», forderte der Neubrandenburger IHK-Präsident.

Am Dienstagabend beriet die «Task Force Tourismus» mit der Landesregierung. Die Branche hofft auf nennenswerte Öffnungsschritte ab Himmelfahrt und Pfingsten, wie der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, im Anschluss sagte. Ein entscheidender Termin werde der 5. Mai sein, wenn es um eine neue Corona-Verordnung in Mecklenburg-Vorpommern gehe, sagte Woitendorf. Der Tourismusverband werde bis dahin in Arbeitsgruppen wichtige Fragen abarbeiten, wie Handlungshilfen für Hygienekonzepte.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) stellte in Aussicht, dass zuerst die Gastronomie wieder öffnen kann. «Zwischen dem 4. und 6. Mai wird das Kabinett entscheiden, wie sich die Öffnungsszenarien darstellen», sagte er. «In der Taskforce wurde besprochen: Wenn die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau bleiben, dann soll der Innen- und Außenbereich in der Gastronomie um den 11. Mai geöffnet werden. Voraussetzung dafür wäre auch die Einhaltung der Abstandsregeln und der Hygienemaßnahmen in den gastronomischen Einrichtungen.» In Österreich reichen die Perspektiven jetzt schon weiter: Dort dürfen die Hotels ab dem 29. Mai wieder öffnen, rechtzeitig zum langen Pfingstwochenende.

Am Dienstag registrierten die Behörden 13 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Erstmals seit Tagen war die Zahl wieder zweistellig. Allein in einem Pflegeheim in Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurden sechs neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten in MV stieg auf 687, von denen 549 bereits wieder als genesen gelten. Bislang sind 17 Menschen im Nordosten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren