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Rentnerinnen verlieren mindestens 31 000 Euro an Betrüger

24.01.2021 - Nach einer Serie von betrügerischen Anrufen haben Seniorinnen in der Region Vorpommern-Rügen mindestens 31 000 Euro eingebüßt. Diesmal war es die «Schockanruf-Masche» mit falschen Polizisten und angeblichen Anwälten.

  • Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einer Serie von Trickbetrügereien haben Unbekannte im Landkreis Vorpommern-Rügen mindestens 31 000 Euro erbeutet. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, waren eine 92-jährige Frau aus Barth und eine 82-Jährige in Stralsund die Opfer der sogenannten «Schockanrufe». Insgesamt registrierte die Polizei allein in dem Landkreis seit Donnerstag mehr als 30 solcher Betrugsversuche per Telefon.

Zuletzt hatte die 82 Jahre alte Frau in Stralsund 18 000 Euro verloren. Ein Unbekannter hatte die Seniorin angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Er gab vor, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall gehabt habe und einen Pflichtverteidiger brauche. Kurz danach meldete sich ein angeblicher Pflichtverteidiger bei der Frau und forderte 18 000 Euro Kaution. Das Geld übergab die Seniorin am Freitag einer Botin, die zuvor ein extra vereinbartes Kennwort nannte.

Bei der 92-jährigen Frau aus Barth lief es laut Polizei ähnlich. Ein Mann, der sich als «Enkel» am Telefon ausgab, erzählte ihr, er brauche 9000 Euro, weil er einen Unfall verursacht habe. Bei einem späteren Anruf stieg die Summe auf 13 000 Euro. Als die Seniorin skeptisch wurde, weil ihr die Stimme ungewöhnlich vorkam, begründete der Betrüger dies mit dem Mund-Nasen-Schutz. Um dies zu untermauern, rief danach ein anderer Mann an, der sich als Beamter des Landeskriminalamtes ausgab. Dieser wies die 92-Jährige darauf hin, dass sie richtig gehandelt hätte.

Die Polizei sei dem «falschen Enkel» auf der Spur. Die Frau könne zum Erfolg beitragen, wenn sie das Geld tatsächlich übergebe und die Polizei den Täter dann fassen kann. Danach bekomme sie ihr Geld zurück. Schließlich übergab die Frau einem Boten des «Enkels» das Geld, bekam aber nichts zurück.

Die Masche solcher Schockanrufe verbreite sich immer mehr, erklärte der Polizeisprecher. Senioren sollten im Notfall lieber selbst bei der Notrufnummer 110 anrufen und sich vergewissern, ob es wirklich Unfälle mit Verwandten als Beteiligten gegeben habe.

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