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Rohde will Mecklenburgische Staatskapelle aus Tief führen

28.01.2020 - In den letzten 30 Jahren hat die Mecklenburgische Staatskapelle mehrere Sparrunden erlebt. Der neue Generalmusikdirektor Mark Rohde will das Orchester konsolidieren - und irgendwann auch raus aus der Talsohle.

  • Dirigent Mark Rohde wird neuer Generalmusikdirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dirigent Mark Rohde wird neuer Generalmusikdirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Der neue Generalmusikdirektor der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, Mark Rohde, will das drittälteste Orchester der Welt nach den einschneidenden Sparmaßnahmen der vergangenen drei Jahrzehnte konsolidieren und aus der Talsohle führen. Er sei mit eher durchschnittlichen Erwartungen zu seinem ersten Probedirigat nach Schwerin gekommen, gestand der 44-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Doch gleich dieser Termin habe für ihn den Ausschlag gegeben, vom Nationaltheater Mannheim, wo er derzeit stellvertretender Generalmusikdirektor ist, nach Schwerin zu wechseln.

«Wir haben eine halbe Stunde miteinander gearbeitet und ich bin von den Reaktionen des Orchesters und von der Klanglichkeit des Orchesters sehr begeistert gewesen - trotz der Tatsache, dass es, im Vergleich zu dem, was ich in den letzten Jahren hatte, ein relativ kleiner Klangkörper ist.» Er sei geehrt, im drittältesten Orchester der Welt Generalmusikdirektor sein zu dürfen.

Die 1563 gegründete Staatskapelle hat nach den Sparrunden der Vergangenheit aktuell 58 Vollzeit-Stellen. Um noch einmal Geld zu sparen, wurden die Gehälter und die Arbeitszeit der Musiker um jeweils 17 Prozent vor einigen Jahren reduziert. «Wenn ich mich in die Situation eines Orchestermusikers hier hineinversetze und sehe, dass die letzten 30 Jahre permanent von Sparmaßnahmen und Reduktionen geprägt waren, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das für jeden einzelnen wirklich eine Belastung ist.» Und trotz dieser Umstände würden von den Musikern jeden Tag Höchstleistungen erwartet.

Sein Ziel sei es, sagte Rohde, über die nächsten Jahre die Situation am Haus und in der Stadt zu konsolidieren «und zu sehen, dass wir diese Talsohle wieder verlassen können». Wichtig seien dabei qualitativ gute Arbeit und auch das Erschließen neuer Publikumsschichten.

Inhaltlich setzt der neue GMD auf musikalische Vielfalt, wie er betonte. Er liebe die deutsche Romantik und habe auch ein großes Faible für die italienische Oper. Er sei ein halber Ungar und habe dafür gesorgt, dass auf dem Konzertplan 2020/21 auch ein bisschen ungarische Musik steht. «Es gibt einige schöne Überraschungen», versprach Rohde.

Der neue Generalmusikdirektor stammt aus einer musikalischen Familie. «Mein Vater war Solobratschist bei den Münchner Philharmonikern», erzählte Rohde. So sei er zwar in Hamburg geboren, aber in München zur Schule gegangen. Mecklenburg-Vorpommern kennt er auch bereits: Von 2007 bis 2010 war Mark Rohde Erster Kapellmeister in Neustrelitz - eine sehr schöne Zeit, in der er viel gelernt habe, sagte er. Nach einem kurzen Zwischenspiel in Görlitz wurde er 2011 für acht Jahre Erster Kapellmeister der Niedersächsischen Staatsoper Hannover, ehe er nach Mannheim ging.

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