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Rostocker Medizinprofessor: Impfen hilft auch gegen Krebs

06.05.2019 - Rostock (dpa/mv) - In der aktuellen Diskussion um die Wirkung von Impfungen hat der Rostocker Medizinprofessor Emil Reisinger auf die schützenden Impfeffekte gegen Krebs hingewiesen. Dabei gehe es insbesondere um das humane Papilloma-Virus (HPV), sagte Reisinger der Deutschen Presse-Agentur. Nachdem der Mediziner Harald zur Hausen in den 1980-Jahren nachgewiesen hatte, dass HPV Krebs auslösen kann, war in der Folge die HPV-Impfung entwickelt worden. «Sie hat mittlerweile zu einem deutlichen Rückgang des Gebärmutterhalskrebses in Deutschland und auf der ganzen Welt geführt», betonte Reisinger.

  • Emil Reisinger, Medizinprofessor, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Emil Reisinger, Medizinprofessor, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

HPV sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren. In Deutschland erkranken laut Reisinger jährlich rund 4500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und etwa 1000 Männer an Mund-und Rachenkrebs und Analkrebs. Die Impfung gegen HPV werde bei 9- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen, die Kosten werden von den Krankenkassen getragen. In Deutschland sterben laut Deutschem Krebsforschungszentrum pro Jahr rund 1500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, vor 30 Jahren waren es noch doppelt so viele.

Zur Hausen war 2008 für seine Forschungen mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet worden. Er wird am Donnerstag und Freitag dieser Woche zu zwei Vorträgen an der Rostocker Universitätsmedizin erwartet.

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