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Rostocker Studierende fordern finanzielle Soforthilfen

15.04.2020 - Die Corona-Pandemie bringt zahlreiche Studenten in eine finanzielle Notlage. Neben zinslosen Darlehen und Zuschüssen des Staates sind auch Spenden willkommen.

  • Das Hauptgebäude der Universität Rostock am Universitätsplatz. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Hauptgebäude der Universität Rostock am Universitätsplatz. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Rostock hat seinen Forderungen nach finanziellen Soforthilfen für von der Corona-Krise betroffenen Studierenden Nachdruck verliehen. Zinslose Darlehen seien kein weitsichtiges Instrument, teilte der AstA am Mittwoch mit. Studierende, die ihre Jobs verlieren, fehle es an Einnahmen. Darlehen würden das Problem lediglich verschieben. In einem offenen Brief der Studierendenschaften aus MV sei diese Forderung noch einmal bekräftigt worden. Der AStA der Uni Rostock ist neben dem Studierendenrat und den Fachschaftsräten ein Teil der studentischen Selbstvertretung für rund 13 500 Studenten.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zusätzliche unbürokratische Finanzhilfen für Studenten angekündigt, die wegen der Corona-Krise ohne Arbeit und Einkünfte dastehen, und als Überbrückungshilfe zinslose Darlehen angeboten.

Darlehen würden das Problem nur verschieben, sagte der Geschäftsführer des Studierendenwerks Rostock-Wismar, Kai Hörig. Für wen die finanzielle Lage vorher schon schwierig war, werde die Rückzahlung nicht stemmen können. Das Studierendenwerk rief zu Spenden auf und stellt nach eigenen Angaben selbst 10 000 Euro Eigenmittel zur Verfügung, die eigentlich für Kulturprojekte geplant waren. Wohnheimbewohner könnten die Miete stunden. Nach dem Spendenaufruf seien bereits weitere 13 000 Euro, unter anderem von Unternehmen der Region, zusammengekommen. Der Bedarf sei aber höher.

Einer Erhebung des Deutschen Studierendenwerkes zufolge sind 61 Prozent der Studenten erwerbstätig und verdienen im Schnitt 384 Euro monatlich. Für 59 Prozent bedeute der Nebenjob die Sicherung des Lebensunterhalts. Wegen der Corona-Krise haben viele Studierende ihren Nebenjob verloren oder können vorläufig nicht arbeiten. Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, sagte, zinslose Darlehen, Erweiterungen der BAföG-Regeln und der Regelstudienzeit oder eine Hartz-IV-Berechtigung seien wertvolle Hilfen. Doch etliche und besonders die nicht BAföG-berechtigten Ausländer könnten - auch wegen erforderlicher Visumsverlängerungen - in eine Schuldenfalle geraten.

MV-Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hatte schnelle finanzielle Hilfen für Studenten gefordert. «Es ist absolut notwendig, dass es für die Studierenden schnelle und unbürokratische Hilfe im Rahmen des BAföGs gibt», sagte Martin am Dienstag in Schwerin. Die Ministerin warnte davor, dass viele Studenten ohne Unterstützung dastünden. Sie könnten weder vom Kurzarbeitergeld der Arbeitsagenturen profitieren, noch erhielten sie Grundsicherung. «Eltern, die selber in Kurzarbeit gegangen sind oder derzeit keine Einkünfte haben, können sie nicht mehr unterstützen», ergänzte Martin. Es müsse eine Zuschusslösung her, ohne langwierige Prüfungen.

Die Abwicklung solle über die Studierendenwerke erfolgen. «Sie sind die erfahrenen Akteure und bewährten Ansprechpartner für die Studierenden vor Ort. Mit unseren beiden Studierendenwerken in Mecklenburg-Vorpommern sind wir uns darüber einig.»

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